11.07.2018 von: Saturn Tech News Redaktion

Wie funktioniert Gorilla Glas?

Das speziell behandelte Glas kommt vor allem bei Smartphones und Wearables zum Einsatz. Wir verraten, welche speziellen Eigenschaften „Gorilla Glas“ besitzt.

„Gorilla Glas“ ist durch chemische Spezialbehandlungen sehr bruch- und rissfest.
Foto: Corning

Eigenschaften

„Gorilla Glas“ bezeichnet ein besonders bruch- und kratzfestes Glas, das vom US-Unternehmen Corning gefertigt wird. Der Hersteller spricht von einer 80-prozentigen Erfolgsquote: In Versuchen wurden Smartphones mit einem „Gorilla Glas 5“-Display aus 1,6 Metern Höhe auf eine harte Oberfläche hinuntergeworfen. Das Gros der Geräte soll die Prozedur unbeschadet überstanden haben.

„Gorilla Glas“ ist durch chemische Spezialbehandlungen sehr bruch- und rissfest.
Foto: Corning

Herstellung

Um die dünnen Glasscheiben so robust zu machen, wird das Material chemisch vorbehandelt. Der Trick: Bei hohen Temperaturen werden Natrium- mit Kalium-Ionen getauscht. Dieser Prozess erhöht die Druckspannung in der Glasoberfläche, was die Bildung von Rissen erschwert. Corning arbeitet bereits seit den 1960ern an besonders robusten Glasscheiben, die damals zum Beispiel in Rennautos zum Einsatz kamen.

„Gorilla Glas“ ist durch chemische Spezialbehandlungen sehr bruch- und rissfest.
Foto: Corning

Verwendung

Das hauchdünne Glas wird heute vor allem als Schutz für den Touchscreen von smarten Geräten wie Handys oder Smartwatches eingesetzt. Derzeit ist die fünfte Generation von „Gorilla Glas“ in Verwendung, die zum ersten Mal 2016 beim „Galaxy Note 7“ von Samsung zum Einsatz kam. Ein Großteil der Telefone namhafter Hersteller hat heute das robuste Glas verbaut. 

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