21.11.2018 von: Saturn Tech News Redaktion

Wie funktioniert ein Touchscreen?

Touchscreens sind mittlerweile allgegenwärtig, doch wie erkennt ein Bildschirm, an welcher Stelle Sie ihn berühren? So funktioniert diese Technologie.

So funktionieren Touchscreens.
Foto: ersinkisacik/iStock

Die Grundlagen

Touchscreens machen Gadgets wie Tablets oder Smartphones erst alltagstauglich. Würde man eine Maus und Tastatur zum Einsatz eines Tablets zwingend benötigen, hätten sich die handlichen Mini-Computer wohl nie durchgesetzt. Ein Touchscreen kann die Funktionen dieser Eingabegeräte übernehmen. Wenn Sie über den Bildschirm streichen, bewegen Sie damit die „Maus“ des Geräts, ein Tippen auf den Screen wird wie ein Klick behandelt. Über eine virtuelle Tastatur können Sie Texte eingeben. Doch wie erkennt ein Bildschirm Bewegungen auf seiner Oberfläche?

Touchscreens sind mittlerweile allgegenwärtig.
Foto: Nikada/iStock

Drei Typen

Generell unterscheidet man zwischen drei Arten von Touchscreens, die in modernen Geräten zum Einsatz kommen: kapazitiv, resistiv und induktiv. Der Unterschied liegt darin, wie die Screens die Position eines Fingers oder Stylus erkennen. Resistive Touchscreens basieren auf zwei Schichten, die zwar nahe aneinander liegen, sich aber nicht berühren. Eine dieser Schichten ist unter Strom gesetzt. Drückt der User nun auf den Bildschirm, berühren sich die Schichten und der Strom fließt auch in die obere Schicht. Sensoren an den Rändern der oberen Schicht messen diesen Fluss und erkennen so, wo der Bildschirm berührt wurde.

Resistive Touchscreens kommen häufig bei Navigationsgeräten zum Einsatz.
Foto: simpson33/iStock

Der Star

Die meisten Touchscreens, die wir in unserem Alltag nutzen (wie zum Beispiel beim Smartphone) basieren auf der kapazitiven Technologie. Auch hier wird eine Schicht im Bildschirm unter Strom gesetzt, im Gegensatz zum resistiven Typen, wird hier aber kein Druck benötigt. Wird der Bildschirm berührt, ändert sich das elektrische Feld. Diese Veränderung wird wieder von Sensoren am Rand des Bildschirms erkannt und interpretiert.

Tablets und Smartphones setzen auf kapazitive Touchscreens.
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Für Kreative

Induktive Touchscreens werden hauptsächlich für Grafiktablets genutzt. Über eine integrierte Spule im Eingabegerät (zum Beispiel ein Stylus) wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt, über das die Position des Stifts bestimmt werden kann. Im Gegensatz zum kapazitiven oder resistiven Verfahren, ist hier allerdings ein spezielles Eingabegerät nötig und der Screen funktioniert nicht durch bloße Berührung mit einem Finger oder durch Druck.

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