Vinyl-Tipp: Casper „Lang lebe der Tod“

Menschliche Urängste hat der deutsch-amerikanische Rapper auf seinem vierten Studioalbum in die musikalische Form von elf Songs gegossen.

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Foto: Content Creation GmbH, SasinParaksa/iStock

Bereits der Titel „Lang lebe der Tod“ lässt erahnen, in welche inhaltlichen Sphären sich Casper auf seiner Platte wagt. Er wollte „unbequeme Musik für unbequeme Zeiten“ schaffen, gibt er zu. Herausgekommen ist ein vielfältiges Werk, das sich durch genreumspannende Musik und erstklassige Texte auszeichnet. Der Stacheldraht am Cover ist die perfekte Visualisierung für die Ängste und Zwänge, die sich im Laufe der elf Tracks entfalten.

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Erst ein Jahr nach der Veröffentlichung des Titelsongs als Single erschien die nächste Auskoppelung „Sirenen“: Casper wollte noch an den Albumtracks feilen und zog sich in der Zwischenzeit erneut ins Studio zurück. Es folgten „Keine Angst“ und das epische „Alles ist erleuchtet“ als weitere Singles. „Ich frage mich immer, ob mein hoher Anspruch, mit dem ich Musik höre und machen will, einmal scheitern könnte,“ zweifelt der Musiker an seinem Perfektionswillen.

Mit „Lang lebe der Tod“ will Casper dem Trend zur Inszenierung in der modernen Welt entgegenhalten, auf die Sensationsgier in (sozialen) Medien aufmerksam machen und die Überschreitung von moralischen Geschmacksgrenzen aufzeigen: „Ich will diese Orwell-Welt beschreiben, in die wir uns immer mehr bewegen, und sei es mit den Mitteln der Übertreibung.“

Auch musikalisch lässt sich der Rapper in keine Schublade stecken. Er hört Nine Inch Nails, Drake, DJ Helena Hauff sowie Deutschpunk. So hat er sich auch diverse Gastmusiker ins Studio eingeladen: Auf „Keine Angst“ leiht Drangsal dem Sänger seinen Support, der Rapper Ahzumjot und die US-Band Portugal. The Man helfen bei „Lass sie gehen“ aus.

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