Vinyl-Klassiker: U2

Saturn Technews im Vinyl-Fieber: In regelmäßigen Abständen stellt die Redaktion Meisterwerke auf Vinyl vor, die man als Musik-Fan haben sollte. Diese Folge beschäftigt sich mit „The Joshua Tree“ von U2.

Diese Folge beschäftigt sich mit „The Joshua Tree“ von U2.
Foto: Content Creation GmbH

Zum Album

„The Joshua Tree“ ist das fünfte Album der irischen Rockband und stellt die Rückkehr zu einem selbstbewussteren und direkteren Sound dar. Es wurde am 9. März 1987 via Island Records veröffentlicht. Das Werk umfasst elf Tracks und besitzt eine Gesamtlaufzeit von 50 Minuten und elf Sekunden. 2017 – zum 30-jährigen Jubiläum des Erscheinens – wurde das Album als Box-Set wiederveröffentlicht. Diese Auflage besticht durch reiches Bonusmaterial, darunter Fotos von Cover-Fotograf Anton Corbijn und der Aufzeichnung eines Konzerts im Madison Square Garden in New York aus dem Jahr 1987.

Diese Folge beschäftigt sich mit „The Joshua Tree“ von U2.
Foto: Content Creation GmbH

Zur Entstehung

Im Jahr 1985 lief es für U2 großartig: Der Auftritt beim Live-Aid-Konzert und das ein Jahr zuvor erschienene Album „The Unforgettable Fire“ waren ein Riesenerfolg. Also machte sich die Band in entspannter Stimmung an die Arbeit an neuen Songs. Man war sich einig, dass das neue Studiowerk ein Kontrapunkt zur Musik der End-Achtziger sein sollte, mit der sich das Quartett immer weniger identifizieren konnte. Aufgenommen wurde in zwei Landhäusern in Irland und in den „Windmill Lane Studios“ in Dublin, als einer der Arbeitstitel für das Album fungierte „The Desert Songs“. Als Produzenten traten Brian Eno und Daniel Lanois in Erscheinung.

Diese Folge beschäftigt sich mit „The Joshua Tree“ von U2.
Foto: Content Creation GmbH

Zum Artwork

Das Cover zeigt die Band in der Mojave-Wüste in Kalifornien, man wollte ein Bild mit „cineastischen Qualitäten“ schaffen. Die Band reiste mit Fotograf Anton Corbijn an, schnell einigte man sich, die Band mit einem „Joshua Tree“ (dt. „Josuabaum“) abzubilden. Dieser hatte seinen Namen von frühen Siedlern bekommen, die in seiner Form einen betenden Propheten, „Joshua“, sahen. Bono war vom religiösen Hintergrund fasziniert und war überzeugt, das ganze Album müsse „The Joshua Tree“ heißen. Das Cover zeigt die Band schließlich nahe Zabriskie Point, das Bild mit dem Baum ist auf der Rückseite abgebildet. Bei den Shootings experimentierte Corbijn mit einer Panorama-Kamera, deren Fokus er nicht hundertprozentig einstellen konnte. Daher wirkt die Band am Cover leicht unscharf.

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Foto: Content Creation GmbH

Zu den Songs

Die USA im Spannungsfeld zwischen Mythos und Realität haben sich Bono und seine Band als Themen für „The Joshua Tree“ gesetzt. So befassen sie sich in „Bullet The Blue Sky“ mit der Beziehung zwischen den USA und El Salvador und simulieren darin per Gitarre das Geräusch fallender Bomben. Doch das Album thematisiert nicht nur die Politik der USA, es kommen auch persönliche Gedanken zum Ausdruck, wie etwa in „I Still Haven’t Found What I’m Looking For“, in dem sich Bono mit seinen inneren Sehnsüchten und seinem Glauben auseinandersetzt. „Where The Streets Have No Name“ spricht die Anonymität in den Großstädten an. 

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Über das Vinylangebot von Saturn

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