Was ist eine ToF-Kamera?

Spätestens seit dem Huawei „P30 Pro“ kennen viele Smartphone Enthusiasten den Begriff „ToF“. Eine sogenannte „time of flight“-Kamera hilft dem Smartphone bei der Erstellung noch beeindruckenderer Bilder. Doch wie funktioniert sie?

„time of flight“ kommt bei immer mehr Smartphones zum Einsatz.
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Was ist „time of flight“

Ganz allgemein erklärt bezeichnet „time of flight“ (zu Deutsch Flugzeit) die Zeit, die ein Objekt oder Partikel benötigt, um eine gewisse Entfernung in einem bestimmten Medium (Wasser, Luft, andere Gase etc.) zurückzulegen. Diese Informationen kann man nutzen, um zum Beispiel mit der Hilfe von Sensoren Entfernungen oder Zeitabstände zu messen. Die Technologie kommt in vielen Bereichen zum Einsatz, etwa bei der Magnetresonanz-Angiographie (Darstellung von Blutgefäßen im Körper) oder bei Robotern, um ihnen eine Art „Tiefenwahrnehmung“ zu schenken. 

Die Technologie hat viele Anwendungsmöglichkeiten.
Foto: AleksandaNakic/iStock

ToF im Einsatz

Bei Smartphones kommt ToF noch nicht lange zum Einsatz. Das Huawei „P30 Pro“ setzt auf eine „time of flight“-Kamera, um das Kamerasystem zu ergänzen. Aufgrund der Zeit, die das Licht braucht, um von einem Objekt auf den Sensor zu treffen, kann die Kamera die genaue Entfernung zu diesem berechnen. Dies geschieht im wahrsten Sinne des Wortes in Lichtgeschwindigkeit. 

„ToF“-Kameras helfen der KI bei der Einschätzung von Entfernungen.
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Der Nutzen von ToF

Doch wozu wird „time of flight“ beim Smartphone überhaupt benötigt? Die Informationen zur Entfernung kann die künstliche Intelligenz (KI) des Smartphones nutzen, um noch bessere Bilder zu berechnen. Dies hilft besonders bei der Porträtfotografie bzw. Fotos, bei denen Vorder- und Hintergrund klar voneinander getrennt werden sollten. So lässt sich zum Beispiel der Bokeh-Effekt noch einfacher kreieren oder sogar Möbel vermessen. 

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