Tipps für den Gaming-Gear-Kauf

Millimetergenau, um Hundertstel schneller: Wenn es ums Zocken geht – vor allem beim Spielen mit und gegen andere – setzt der Ehrgeiz ein. Man will zum Besten, zum Schnellsten und zum Stärksten werden. Die richtige Ausrüstung hilft Ihnen dabei.

Höchstleistungen im Gaming dank Hi-Tech-Gear
Foto: tajborg/iStock

Keyboard

Oft wird die Wirkung einer starken Tastatur unterschätzt. Sie ist in den meisten Games das Hauptkommunikationsmittel mit der Spielwelt. Sie lässt uns laufen, interagieren, schleichen, klettern, springen und mehr. Die meisten Keyboards, die fürs Zocken entworfen werden, sind mechanische Tastaturen. Unter jeder Taste steckt ein kleiner Mechanismus genannt „Switch“, welcher das taktile und Feedback-Gefühl beim Drücken der Taste verbessert. Hier gibt es viele verschiedene Variationen: Switches mit geringerer und höherem Widerstand oder Switches mit einem hörbaren „Klickpunkt“.

Eine Tastatur mit roter Hintergrund beleuchtung
Foto: Jevtic/iStock

Jedes Genre hat seine eigenen Ansprüche, wodurch sich auch die Unterschiede in der Mechanik der Keyboards erklärt. Wenn es um Präzision geht und jeder falsche Tastendruck fatal sein kann, ist ein höherer Widerstand zu empfehlen. Bei Games, die hauptsächlich Schnelligkeit verlangen, wird weniger Widerstand zu bevorzugen sein. Sollten Sie ein Allround-Spieler sein, kommen Sie auf alle Fälle mit den „Standard“-Gaming-Keyboards überall gut aus.

Ein Keyboard mit bunter Hintergrund beleuchtung
Foto: leningrad1985/iStock

Maus

Im Gegensatz zur Tastatur, wo sich die Modelle meistens durch die verbauten „Switches“ unterscheiden, gibt es bei Gaming-Mäusen eine riesige Menge an unterschiedlichen Bauarten. Von recht gewöhnlich wirkenden Devices bis hin zu fast schon futuristischen Anfertigungen reicht hier das Spektrum. Einer der wichtigsten Aspekte bei der Maus ist die Auflage der Hand. Zu kleine oder zu große Mäuse können bei längeren Gaming-Sessions schnell unangenehm werden, daher lohnt es sich, einmal „Probe zu fahren“ oder sich bei dem Berater im Shop zu informieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die sogenannten dpi. Diese „dots per inch“ geben an, wie empfindlich die Maus gegenüber Bewegungen ist. Je höher die dpi, desto weniger müssen Sie die Maus bewegen, um den Cursor über den Bildschirm sausen zu lassen. Bei den meisten Mäusen lassen sich die dpi aber auch in einem gewissen Rahmen anpassen.

Die "Razer Naga Hex V2"
Foto: Razer

Wichtig bei der Entscheidung, welche Maus Sie schließlich erwerben, ist auch Ihr Lieblings-Genre. Viele Gaming-Mäuse übernehmen wichtige Steuerungsoptionen der Tastatur. Spielen Sie ein MMO (Massively Multiplayer Online, Spiele wie „World of Warcraft“), lohnen sich Mäuse mit vielen Seitentasten – z.B. die „Razer Naga Chroma“, die mit einem ganzen Nummernblock daherkommt. Wer lieber MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena, Spiele wie „League of Legends“) spielt, wird hingegen mit den sechs Tasten der „Razer Naga Hex“ glücklich werden. Shooter-Gamer hingegen sollten sich eher auf die dpi der Maus konzentrieren und ihr Entscheidung darauf aufbauen.

Mousepad

Kein Haus steht lange ohne gutes Fundament. Viele Menschen unterschätzen den Einfluss, den ein gutes Mousepad auf das Gaming-Erlebnis haben. Die Beschichtung von Gaming-Mousepads hilft den Mäusen, wirklich das Maximum an dpi herauszukitzeln und das Device besonders leicht über die Oberfläche gleiten zu lassen. Zudem ist die Unterseite meist rutschfest verarbeitet, damit Sie bei schnellen Manövern nicht die Unterlage vom Schreibtisch werfen. Manche Mousepads – wie z.B. das „SteelSeries QcK XXL“ – bieten zusätzlich noch genug Ablagefläche, um auch Tastaturen auf dem Mousepad zu platzieren.

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