So nutzt man 3D Touch optimal

Präsentiert hat Apple das Feature 3D Touch bereits mit iOS 9. So richtig durchgestartet ist das drucksensible Bedienelement allerdings erst mit dem Update auf iOS 10. Vor allem die neuen „Quick Actions“ machen die Bedienung des iPhones viel einfacher und intuitiver.

So nutzt man 3D Touch optimal
Foto: PeopleImages/iStock

Es ist wieder einmal typisch Apple. Nicht selten herrscht nach der Präsentation eines neuen Produkts oder Software-Updates unter den iPhone-Fans erst einmal Enttäuschung. Kein Wunder – hat man es sich in Cupertino doch seit einigen Jahren auf die Fahnen geschrieben, eher Evolution statt Revolution zu betreiben. Unzählige, teils versteckte Detailverbesserungen, die man erst bei genauerem Hinsehen oder in der Praxis bemerkt, sind mittlerweile zur Regel geworden.

Durchbruch mit iOS 10

Am Ende steht dann ein extrem anwenderfreundliches und smartes Betriebssystem wie iOS. Der Nachteil: Selbst eingefleischte Apple-Fans brauchen oftmals mehrere Wochen, bis alle neuen Funktionen in Fleisch und Blut übergegangen sind. Eine der genialsten und am meisten unterschätzten Funktionen von iOS 10 ist 3D Touch. Eigentlich waren verschiedene Berührungsstärken bereits unter iOS 9 verfügbar – doch erst seit dem Update auf die neueste Version des Betriebssystems fürs iPhone und iPad wurden „Peek“ und „Pop“ so richtig angenommen. Als „Peek“ bezeichnet Apple das leichtere Drücken aufs Display, „Pop“ das Stärkere.

„Quick Action“ als Killerfeature

„Quick Action“ als Killerfeature
Foto: Screenshot Apple

Schon auf dem Sperrbildschirm leistet 3D Touch praktische Dienste: Geht beispielsweise eine neue Benachrichtigung ein, reicht ein fester Druck aufs Display, um direkt auf diese zu antworten und sogar einen Teil des Nachrichtenverlaufs zu sehen. Diese sogenannten „Quick Actions“ stehen für fast alle vorinstallierten iOS-Apps zur Verfügung. Durch ein „Pop“ auf das Icon einer App öffnet sich ein Kontextmenü mit einer Auswahl der häufigsten Befehle, ohne dass die App gleich gestartet wird. Unterstützt eine App keine Quick Action, spürt man drei kurze Vibrations-Impulse.

Schnelle Vorschau

Die Einsatzmöglichkeiten von Quick Actions sind beinahe grenzenlos. So gibt etwa die Kamera-App Selfies, Slo-Mo oder einfache Foto-Aufnahmen zur Auswahl. Mail hingegen schlägt den direkten Sprung zum Posteingang, VIP-Mails, Suche oder zum Erstellen einer neuen E-Mail vor. Die Telefon-App zeigt die drei ersten Favoriten. Die Liste der Features lässt sich noch lange fortführen. Fast in allen Fällen erspart 3D Touch ein oder zwei Schritte, indem man direkt zur gewünschten Funktion gelangt. Besonders praktisch ist die Unterscheidung zwischen „Peek“ und „Pop“ bei Dokumenten oder Links: Ein leichter Touch öffnet lediglich eine Vorschau. Erst wenn man stärker tippt, wird die dazugehörige App geöffnet.

Foto: Screenshot Apple
Hacks / Software