23.05.2017 von: Saturn Tech News Redaktion

Smart Home: Was ist ein „Mesh“-Netzwerk?

Das schlaue Zuhause baut im Idealfall auf ein ausfallssicheres Netzwerk, in dem die einzelnen Komponenten verlässlich Informationen austauschen können. Ein sogenanntes „Mesh“-Netzwerk bietet diese Sicherheit.

Smart Home: Was ist ein „Mesh“-Netzwerk?
Foto: NicoElNino/iStock

Im Deutschen bezeichnet man die „Mesh“-Netzwerke als „vermaschte“ oder „Ad-hoc“-Netze. Sie bieten in puncto Technologie eine gute Basis für ein sicheres Smart Home, weil sie als leistungsfähig und verlässlich gelten. Doch wie funktioniert so ein Netzwerk genau?

Dezentralisiert

Klassische Netzwerke, wie z.B. das WLAN zuhause, bilden sich normalerweise rund um einen fixen „Verteiler“ herum, wie etwa den Router. Fällt dieser aus, sind alle Geräte (Notebook, Smartphone, TV etc.) vom Internet abgeschnitten, man kann keine Dokumente mehr an den Drucker schicken u.v.m.    

Bei „Mesh“-Netzwerken hingegen sind alle Devices auch untereinander verbunden, und die Daten werden von einem Gerät zum nächsten weitergereicht. Fällt eines aus, geht die Information nicht verloren, sondern wird über die anderen geroutet – d.h. das Netzwerk ist quasi „selbstheilend“.

Im Smart Home

Während früher die Kommunikation meist per Kabel erfolgte, funktionieren heute die meisten Geräte – vor allem, wenn sie für das Smart Home gedacht sind – drahtlos. Viele gängige Protokolle, wie Z-Wave oder ZigBee, verfügen dabei schon über „Mesh“-Funktionalitäten.

Ein Beispiel: Stellt sich z.B. eine Mauer zwischen zwei Z-Wave-Geräte, wird einfach ein „Repeater“ (Verstärker) dazwischengeschaltet, um die Mauer zu überbrücken. Bis zu vier solche „Umwege“ sind technologisch derzeit möglich, d.h. die Reichweite innerhalb des Z-Wave-Netzwerks wächst so auf maximal 200 Meter an.

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