Melancholische Jagd: Shadow of the Colossus

Ein Meisterwerk wird neu aufgelegt: „Shadow of the Colossus“ kehrt nach über einem Jahrzehnt auf eine „PlayStation“-Konsole zurück.

Der Überraschungshit aus 2006 erscheint erneut für die „PlayStation 4“.
Foto: Sony

Der Überraschungshit

Fast genau zwölf Jahre nach dem Erscheinen des Originals (Österreich-Release am 14. Februar 2006) bekommt „Shadow of the Colossus“ seinen zweiten großen Auftritt. Während der Titel bei seiner ersten Veröffentlichung noch ein Überraschungshit war, weiß mittlerweile jeder Spieler von den Qualitäten des Games. Entwickelt wurde das Remake von Bluepoint Games, das Original stammt von Team ICO, das erst im Dezember 2016 mit „The Last Guardian“ aufzeigen konnte. Die neue Version hebt sich vor allem durch technische Verbesserungen vom Original ab: Grafik und Steuerung wurden auf den neuesten Stand der Technik gebracht, an Story und Gameplay ändert sich hingegen wenig.

Traurig auf die Jagd

Wie kaum ein anderes Spiel hat es „Shadow of the Colossus“ geschafft, Emotionen ohne Worte und große Ansprachen hervorzurufen. Die Geschichte dreht sich um den Helden Wander und die Frau Mono, die vom Protagonisten in das Land von Dormin gebracht wurde, um sie von den Toten wiederauferstehen zu lassen. Der Held wird beauftragt, 16 Kolosse zu töten, um Mono wieder zum Leben zu erwecken. Neben der mysteriösen Stimme von Dormin ist das Pferd Agro der einzige Begleiter in diesem Abenteuer. Einen Großteil des Games verbringt der Spieler allein auf dem Rücken des Pferdes auf der Suche nach dem nächsten Koloss. Viel Zeit, in der man zum Nachdenken kommen, etwas darüber, ob es richtig ist, 16 unbeteiligte Kreaturen zu töten, um ein einziges Leben zu retten.

Pferd Agro ist der einzige Begleiter in der riesigen Spielwelt.
Foto: Sony

Schöne neue Welt

Das offensichtlichste Upgrade des Remakes betrifft die Grafik. Der Look des „PlayStation 2“-Originals wurde für die „PlayStation 4“-Version der Monsterhatz generalüberholt. Spieler können die weite Spielwelt nun in 1080p/Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde genießen. Wer auf einer „PlayStation 4 Pro“ zockt, kann sogar in 4K-Qualität mit 30 Bildern pro Sekunde spielen. Im sogenannten „Performance-Modus“ kann das Game auch mit 60 Bildern pro Sekunde in 1080p-Qualität aufwarten. So läuft das Spiel besonders flüssig übe den Fernseher. Zudem lässt sich nun auch die Steuerung des Games auf Wunsch ändern. Die Tastenbelegung ist nicht mehr in Stein gemeißelt, was sich vor allem bei der äußerst nützlichen Ausweichrolle bemerkbar macht: Im Original musste man dafür noch zwei Tasten gleichzeitig drücken.

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