Schallplatten 1x1: Inner Groove Distortion

Ihr Musikgeschmack mag unterschiedlich sein, doch eines haben alle Vinyl-Fans gemeinsam: Sie sind stets auf der Suche nach dem perfekten Sound. Dabei haben Schallplatten ganz spezielle Eigenheiten.

Das ist „Inner Groove Distortion“.
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Geht es um die gute, alte Schallplatte, hat man meist das Bild von DJs beim Scratching im Kopf – also dem Hin- und Her-Bewegen einer laufenden Schallplatte auf dem Plattenspieler. Doch selbst das so unspektakulär anmutende Abspielen einer Single oder eines Albums bietet weitaus mehr Geheimnisse und Feinheiten, als man auf den ersten Blick vermuten würde. 

Die Rillen einer Schallplatte werden nach innen hin immer kürzer.
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Verzerrungen im Klangbild

So sind besonders erfahrene Vinyl-Experten mit geschultem Gehör beispielsweise in der Lage, die sogenannte „Inner Groove Distortion“ einer Schallplatte wahrzunehmen. Dabei handelt es sich um Verzerrungen im Klangbild, die durch die Tatsache auftreten, dass der Umfang einer Schallplatte von außen nach innen immer mehr abnimmt.

Rillen immer kürzer

Dadurch verringert sich naturgemäß auch die Länge einer Rille. Zwangsläufig muss die Rille deshalb auch mit mehr Inhalt „befüllt“ sein. Anders formuliert: Die Audio-Informationen werden „zusammengestaucht“ – und die Nadel des Plattenspielers kann sie nicht mehr zu 100 Prozent exakt aufnehmen und wiedergeben. 

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