3 spannende Licht-Setups für Porträtfotos

Zielgenau gesetztes Licht ist das mit Abstand wichtigste Kriterium für gelungen Porträtfotos. Dabei geht es um weitaus mehr, als das Modell nur hell genug in Szene zu setzen. Die wichtigsten Lichtführungen im Überblick.

Lichtführung bei Porträtfotos: Das muss man wissen.
Foto: Geber86/iStock

Egal ob Blitzlicht, normaler Scheinwerfer oder natürliches Licht — ausschlaggebend für ein gutes Porträt ist primär nicht die Art, sondern vielmehr die Position der Lichtquelle. Neben dem klassischen „Flat Light“ — also der Ausleuchtung direkt von vorne — bieten sich drei Licht-Setups besonders gut für Porträts an.

Paramount

Diese Methode wurde zurecht nach einem berühmten Filmstudio benannt — schließlich wird sie in Film und Fernsehen besonders oft angewendet. Klassische Hollywood-Ikonen wie Marlene Dietrich oder Marilyn Monroe bevorzugten Paramount Licht. Dabei kommt das Licht direkt von vorne, allerdings wird die Lichtquelle leicht erhöht. Dadurch entsteht unter der Nase ein symmetrischer, schmetterlingsförmiger Schatten. Aus diesem Grund wird dieses Licht-Setup auch Schmetterlings- oder Butterfly-Licht genannt. Vorteile: Die Wangenknochen werden betont, die Augen wirken tief und ausdrucksvoll. Auch die Lippen wirken bei Paramount fülliger. Vorsicht: Die Lichtquelle sollte keineswegs zu hoch angebracht werden. Als optimale Grenze für die Länge des Nasenschattens gilt die Oberkante der Lippen.

Klassische Hollywood-Ikonen wie Marlene Dietrich oder Marilyn Monroe bevorzugten Paramount Licht.
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Rembrandt Licht

Der weltberühmte niederländische Künstler gilt als Meister der dramatischen Lichtführung. Und was in der Porträtmalerei funktioniert, lässt sich auch auf die Porträtfotografie anwenden. Basierend auf der Technik des Loop Lichts, bei dem eine vor und über dem Modell stehende Lichtquelle leicht auf die Seite verschoben wird, leuchtet die Lichtquelle bei Rembrandt Licht noch seitlicher — mit dem Effekt, dass der Schatten unter der Nase mit dem entstehenden Schatten auf der Wange verschmilzt. Erkennbar ist diese Technik an einem kleinen, noch beleuchteten Dreieck unter dem Auge der dem Licht abgeneigten Gesichtshälfte.

Rembrandt Licht
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Split Light

Bei Split Light kommt das Licht stark seitlich — das Gesicht wird dadurch optisch in zwei Hälften geteilt. Die vom Licht abgeneigte Gesichtshälfte liegt dabei vollständig im Schatten — sogar das Auge liegt vollständig im Dunklen. Das fördert mit harten Kontrasten und Konturen die Dramatik des Porträts, weshalb sich diese Technik für besonders charakterstarke und emotionale Bilder eignet.

Bei Split Light kommt das Licht stark seitlich — das Gesicht wird dadurch optisch in zwei Hälften geteilt.
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