Neue „Core X“- Prozessoren von Intel

Mit einer neuen Reihe von Prozessoren will Intel Akzente in der Branche setzen. Unter den Neulingen: Ein 18-Kern-Prozessor, der seinesgleichen sucht.

Die neuen „Core X“-Chips von Intel!
Foto: Intel

Macht

Egal, ob Laptop oder Desktop-PC: Kaum ein Gerät kommt heutzutage ohne einen Intel-Chip aus. Die Halbleiter-Experten aus Santa Clara erfreuen sich größter Beliebtheit und versorgen rund vier von fünf PCs weltweit mit Micro-Chips. Folglich blickt die ganze Tech-Welt gespannt auf das Unternehmen, wenn sich eine neue Prozessoren-Generation ankündigt. Im Rahmen der Computex 2017 hat Intel nun das neue Line-Up vorgestellt: Und das hat es in sich!

Die Chips sind Teil der neuen „i9“-Familie.
Foto: Intel

Wettrüsten

Dank wachsender Konkurrenz von AMD mit seiner „Ryzen“-Serie hat Intel aufgerüstet: Der neuste „i9“-Prozessor ist das Herzstück des Ergebnisses dieses Wettstreits um den schnellsten und besten Prozessor. Der 18-Kern-Chip der „Core X“-Serie, der in Kürze erhältlich sein soll, dürfte bei seinem Erscheinen wohl einer der, wenn nicht der stärkste seiner Art sein. Bevor der Rechen-Riese kommt, wird die „i9“-Serie mit einem 10-Kern-Chip eröffnet. Die Prozessoren mit 12, 14, 16 und 18 Chips sollten dann folgen. Die 10er-Variante kommt mit einer Standard-Taktung von 3,3 GHz und soll laut Intel auf bis zu 4,5 Ghz übertaktet werden können. Genaue Infos zur Leistung der 12-18-kernigen Chips gibt es noch nicht.

Kleiner Chip, viel Leistung!
Foto: Intel

Orientierung

Intel unterteilt seine Produktwelt grob in „i3“, „i5“, „i7“ und nun auch „i9“. Dabei ist es wichtig zu beachten, dass – zum Beispiel – ein „i7“-Prozessor nicht automatisch schneller sein muss, als ein „i5“-Teil. Viel mehr richtet sich die Einteilung nach den Features des Devices wie Anzahl an Kernen oder Übertaktungsmöglichkeiten. Ein neuerer „i5“-Prozessor kann daher durchaus schneller sein, als ein älteres „i7“-Modell. Allgemein gilt beim Vergleichen von Chips Vorsicht: Da sich die Chips in puncto Architektur zum Teil stark unterscheiden, ist der Vergleich von Taktungsraten ein Anhaltspunkt, soll aber nicht der einzige Vergleichsfaktor bleiben. Anwendungsbereich (Büro, Gaming etc.), Device (Laptop, Desktop-PC) müssen genauso mit einbezogen werden.

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