Meisterhaft in Schwarz- Weiß fotografieren

Mit diesen Tipps gelingen zeitlose Schwarz-Weiß-Fotos.


Die Gründe, in Schwarz-Weiß zu fotografieren, sind vielfältig. Sei es der damit verbundenen Nostalgie wegen oder ganz einfach, weil S/W-Bilder einen ganz eigenen Reiz ausüben und somit fotografische Meisterwerke häufig in Schwarz-Weiß gehalten sind.

Foto: tabadam/iStock
Foto: tabadam/iStock

Wer bislang ausschließlich in Farbe fotografiert hat, wird staunen, welche neuen Welten sich mit einem neuen, „monochromen“ Blick auftun.

Nehmen Sie Grautöne, Kontraste, Formen und Texturen (Oberflächenausprägungen) bewusst wahr.
Blume Foto: letty17/iStock

Besonderheiten der Schwarz-Weiß-Fotografie

Fast unnötig zu sagen, jedoch das Hauptmerkmal der S/W-Fotografie: Die gesamte Farbinformation im fertigen Bild „fehlt“. Alles, was beim Shooting aufgrund eines Farbkontrasts oder alleine aufgrund der Farbe anziehend wirkte, ist nicht mehr zu sehen. So kann es passieren, dass eine leuchtend gelbe Blume auf einer grünen Wiese nach der Umwandlung in Grautöne enttäuschend wirkt. Um das zu vermeiden, nutzen Sie die folgenden Tipps für gelungene S/W-Fotos.

S/W-Bilder üben einen ganz eigenen Reiz aus.
Foto: CoffeeAndMilk/iStock

Bessere Schwarz-Weiß-Fotos

So gelingt S/W-Fotografie:

  • Denken Sie „unbunt“: Sehen Sie beim Fotografieren das Motiv oder die Szene „ohne Farbe“.
  • Nehmen Sie Grautöne, Kontraste, Formen und Texturen (Oberflächenausprägungen) bewusst wahr, und nutzen Sie diese für Ihre Fotos.   
  • Setzen Sie Schatten bewusst ein – noch mehr als in der Farbfotografie sind Licht und Schatten maßgeblich für Komposition und Bildwirkung. Schatten können S/W-Bildern Tiefe verleihen und interessant wirken.
  • Komponieren Sie durchdacht: „Weniger ist mehr“! Lassen Sie alles Unnötige weg.
Foto: Sunnybeach/iStock
Foto: Sunnybeach/iStock

Ein paar Worte zur Technik

Ein niedriger ISO-Wert stellt geringstmögliches Bildrauschen sicher. Der ISO-Wert entspricht der Filmempfindlichkeit beziehungsweise der Lichtempfindlichkeit des Sensors. Wer gerne „körnige“ Bilder mag, kann diesen Effekt im Nachhinein in der passenden App einfügen (anstatt im Vorhinein schon auf Qualität zu verzichten). Apropos Qualität: Fotografieren Sie im RAW-Format (Rohdaten, digitales Negativ), wenn Sie die umfangreichen Nachbearbeitungsmöglichkeiten nutzen möchten. Gerade in dieser Nachbearbeitung können Sie Ihre S/W-Fotografien zur Vollendung bringen, etwa die Grautöne einzeln regulieren sowie Kontraste und Weißabgleich verändern.  Der Weißabgleich dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Durch Regulieren der einzelnen Farbkanäle kann die fertige S/W-Fotografie zudem umfangreich auf die eigenen Vorstellungen zugeschnitten werden (ähnlich den in der Analog-Fotografie eingesetzten Farbfiltern).

„Weniger ist mehr“! Lassen Sie alles Unnötige weg.
Foto: Binty/iStock

Umwandlung in Schwarz-Weiß

Wer in Farbe fotografiert, kann die Bilder im Nachhinein in Schwarz-Weiß umwandeln. Das geht beispielsweise mit der passenden Software (RAW-Konverter) oder über Foto-Apps. Viele Kameras bieten „In-Camera-Editing“-Features zum Umwandeln der Bilder in Sepia – also mit einem gelblich-braunen Stich wie auf alten Fotografien – oder Schwarz-Weiß an. Dabei wird allerdings üblicherweise das Format JPG produziert (=weniger Qualität und weniger Nachbearbeitungsspielraum). Zudem verfügen einige Kamera-Modelle über spezielle Schwarz-Weiß-Modi fürs monochrome Fotografieren (auch mit RAW-Format). Dadurch wird die Displayanzeige auf Schwarz-Weiß umgeschaltet, im RAW-Format bleiben die Farbinformationen jedoch erhalten.

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