macOS Sierra: Die besten Features

Mit macOS Sierra, dem Nachfolger von OS X El Capitan, treibt Apple die Angleichung seiner Desktop- und Laptop-Bedienungsoberflächen an jene von iPhone & Co. weiter voran. Das Resultat sind jede Menge neue Features und Funktionen für iMac, Mac Pro und das MacBook-Sortiment.

macOS Sierra: Die besten Features
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Im Vergleich zu jenem globalen Hype, den beispielsweise die Präsentation einer neuen iPhone-Generation stets aufs Neue verursacht, spielen sich die Software-Updates bei Apple mittlerweile fast im Verborgenen ab. Dabei hätte gerade das jüngste Update von OS X 10.11 El Capitan auf macOS 10.12 Sierra die Aufmerksamkeit wirklich verdient. Denn die neuen Features, die mit dem Update auf die mittlerweile 13. Version des Mac-Betriebssystems Einzug halten, können sich sehen lassen. Die wichtigsten neuen Funktionen im Überblick.

Unter macOS Sierra feiert Apples Sprachassistent Siri offizielle Einzug am Mac.
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1. Siri

Unter macOS Sierra feiert Apples Sprachassistent Siri offizielle Einzug am Mac. Die Funktionen gleichen jenen der mobilen Geräte: Ab sofort ist es möglich, per Spracheingabe Erinnerungen, Notizen oder Kalendereinträge zu erstellen, Programme zu öffnen und zu schließen oder nach dem Wetterbericht oder aktuellen Sportergebnissen zu fragen. Sogar Systemeinstellungen wie etwa die Bildschirmhelligkeit können geändert und WLAN bzw. Bluetooth auf Zuruf ein- und ausgeschaltet werden. Besonders praktisch: Mails schreiben oder Anrufe starten via Siri.

2. Neue Foto-App

Ähnlich aufwändig und faszinierend wie die Spracherkennungsfähigkeiten von Siri ist die verbesserte Gesichtserkennung für die Foto-App. Bis dato war dieses Feature nur unter iOS verfügbar, nun erkennt auch der Mac automatisch Gesichter und Stimmungen. Sogar besondere Objekte, Tiere oder Standorte werden auf Wunsch angezeigt. Praktisch ist das vor allem, wenn man die Fotodatenbank nach einer bestimmten Aufnahme durchsucht. Die Auswertung findet dabei ausschließlich auf dem jeweiligen Gerät statt – im Gegensatz etwa zu Google Fotos, wo die Informationen in der Cloud abgeglichen werden.

Neu: die verbesserte Gesichtserkennung für die Foto-App.
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3. Bild im Bild

Ein kleines, aber feines Feature: Videos, die in Safari oder iTunes abgespielt werden, können in einem kleinen Video-Fenster angesehen werden – wie das bisher schon am iPhone und am iPad möglich war. Unabhängig von der gerade geöffneten App bleibt das Video dabei in einer Ecke des Desktops im Vordergrund sichtbar. Kleiner Nachteil: Bei anderen Programmen funktioniert es leider nicht.

4. Neues Design für Apple Music

Auch der Musik-Streamingdienst Apple Music bekommt unter macOS Sierra ein neues, aufgeräumtes Design. Neu ist unter anderem die Schaltfläche „Für Dich“, wo persönliche Empfehlungen gesammelt werden. Unter „Browse“kann man aktuelle Neuerscheinungen und Charts durchstöbern.

Zwischenablage für mehrere Apple-Geräte
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5. Automatisches Entsperren

Wer bereits ein neues MacBook Pro bestellt hat, kann sich bereits auf die Touch ID-Funktion der neuen Touch Bar freuen. Doch auch ältere MacBooks ohne virtuellen Funktionstasten und iMacs benötigen unter macOS Sierra nie wieder ein Passwort zum Entsperren. Voraussetzung dafür ist jedoch eine Apple Watch: Nähert sich diese dem Rechner, entsperrt er sich wie von Zauberhand.

6. Zwischenablage für mehrere Apple-Geräte

Bis dato war diese Funktion vereinzelten Apps vorbehalten. Unter macOS Sierra und iOS 10 ist das nun Standard: Kopiert man Texte, Grafiken oder Videos innerhalb einer Anwendung, die das Copy-Paste-Prinzip unterstützt, können diese auf Apple-Geräten in der unmittelbaren Umgebung weiterverwendet werden. Dafür müssen die Geräte lediglich via Apple ID verknüpft und im selben WLAN-Netzwerk angemeldet sein.

7. Speicher-Bereinigung
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7. Speicher-Bereinigung

Wer kennt es nicht: Irgendwann wird der Platz sogar auf der größten Festplatte knapp. Bis dato musste man meist zum ungünstigsten Zeitpunkt Dateien löschen. macOS Sierra übernimmt die Arbeit der Daten-Archivierung: Dateien, die länger nicht geöffnet wurden, Mail-Attachments und Fotos werden vollautomatisch in die Cloud verschoben. Für den User ändert sich dabei nichts – werden die betreffenden Daten benötigt, lädt sie das Betriebssystem wieder herunter.

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