Lightning-Anschluss versus USB-C

USB-C oder Lightning? Die Frage, welches Format die bessere Lösung darstellt, ist fast so alt wie die „Glaubensfrage" iOS gegen Android. Die Vor- und Nachteile der beiden Anschlüsse im Überblick.

Lightning-Anschluss versus USB-C.
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Spätestens seit Apple beim jüngsten iPad Pro ganz offiziell auf den USB-C-Anschluss setzt, ist die Diskussion über das Für und Wider des Lightning-Formats wieder voll entbrannt. Tatsächlich kommt der Wechsel einer kleinen Revolution gleich: Schließlich wehrte man sich in Cupertino seit Jahren erfolgreich dagegen, das von den meisten anderen Herstellern als Standard verwendete USB-C-Format für die eigene Hardware zu übernehmen. 

Lightning älter als USB-C

Entgegen so mancher Gerüchte ist es keineswegs sicher, dass Apple den Lightning-Anschluss schon bei der nächsten iPhone-Generation endgültig verabschiedet. Oft genug hat man sich im Apple-Headquarter in Cupertino in der Vergangenheit überraschend für einen eigenen Weg entschieden. Das Vorurteil, Apple würde mit dem Lightning-Standard wie so oft eigene Brötchen backen, stimmt übrigens nicht zu 100 Prozent: Schließlich ist das Format, das 2012 mit dem iPhone 5 den alten, bis dahin üblichen 30-Pin-Connector ablöste, genau genommen sogar länger am Markt als USB-C. Der bis dato schnellste und kompakteste USB-Standard wurde erst im August 2014 finalisiert. 

Lightning-Anschluss versus USB-C: Das sind die Vor- und Nachteile.
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Einige Vorteile

Aus Sicht Apples bietet der Lightning-Anschluss tatsächlich immer noch den ein- oder anderen Vorteil gegenüber dem modernsten USB-Standard. So ist es beispielsweise jederzeit möglich, mittels Software-Update neue Funktionen für den Anschluss einzuführen. Gebrauch davon hat Apple allerdings noch nicht gemacht. Seit seiner Einführung hat sich der Funktionsumfang des Steckers kaum verändert. Einzig der Wegfall des klassischen Klinken-Anschlusses beim iPhone führte dazu, dass die mitgelieferten Kopfhörer ebenfalls den Lightning-Standard nutzen. 

Problemfälle

Ein besonders kurioses Beispiel für die Zwickmühle, in die sich Apple durch die Beibehaltung des Lightning-Steckers manövriert hat: Seit die modernen MacBook- und MacBook Pro-Laptops ausschließlich auf USB-C-Anschlüsse setzen (hier mit Thunderbolt 3-Standard), ist es ohne zusätzlichen Adapter nicht mehr möglich, ein iPhone Ladekabel an einen aktuellen Mac-Rechner anzustecken, um das iPhone zu laden oder via iTunes zu synchronisieren. Der Grund: Das Ladekabel des iPhones nutzte auf der Netzteil-Seite den alten USB-B-Standard.

Vorteil für USB-C
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Vorteil für USB-C

Darüber hinaus sprechen noch weitere Argumente für einen USB-Anschluss vom Typ C: Das Aufladen von Geräten ist mit einer Leistung von bis zu 100 Watt möglich, die Datenübertragung funktioniert mit einer Geschwindigkeit von maximal 10 GB pro Sekunde. Monitore werden mit einer Auflösung von bis zu 8K unterstützt, und mittels Adapter ist USB-C mit anderen (noch) gängigen Formaten wie VGA, DVI, USB 2 und HDMI abwärtskompatibel. 

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