Kraftpakete: neue Batterien für leichtere Smartphones

Mit einer besonders flachen Anode will das Unternehmen SolidEnergy eine neue Ära für Akkus, Smartphones und andere Devices einläuten.

Wie sieht die Batterie der Zukunft aus?
Foto: Roland Magnusson/iStock

Die nächste Generation

Wer sein Smartphone einmal ohne Batterie in der Hand gehalten hat, weiß: Den Großteil des Gewichts von „iPhone“, „Galaxy“ und Co. macht der Akku des Geräts aus. Mit einem kleineren Energieblock könnten Devices um einiges leichter werden. Ein US-amerikanisches Unternehmen namens SolidEnergy beschäftigt sich seit der Gründung im Jahre 2012 mit den Herausforderungen rund um die Herstellung kleinerer und leistungsstärkerer Energiezellen. Die ersten erfolgreichen Ergebnisse der Forschung sollen in den nächsten Jahren den Markt bereichern. Im November werden Drohnen als erstes mit der neuen Technologie ausgestattet. Anfang 2017 will man die Akkus dann auch für Smartphones und Wearables zur Verfügung stellen. 2018 sollen schließlich E-Autos stärkere Batterien erhalten – mit dem hochgesteckten Ziel, die mögliche Reichweite zu verdoppeln.

Stärker und sicherer

Die geheime Zutat in der angeblichen Wunderbatterie? Lithium. Das Metall ist in der Herstellung von Energiezellen weit verbreitet. Der Trick von SolidEnergy: Das Leichtmetall wird zu besonders dünnen Folien verarbeitet, welche mehr Ionen halten und dadurch mehr Energie liefern sollen. Eine neue Elektrolyt-Lösung macht den Stromlieferanten leicht aufladbar, länger haltbar und sicherer. Durch die Folien kann der Pluspol des Energiespenders ohne Leistungsverlust auf ein Minimum reduziert werden. Durch das Wegfallen eines großen Anodenblocks in der Batterie wird das Produkt kleiner.

Doch nicht nur kleinere Batterien sollen mit der Technologie möglich sein, auch stärkere Energiezellen wären machbar. Egal, in welche Richtung die Entwicklung geht: Kunden profitieren in jedem Fall von den neuen Akkus. Die Frage ist nur, ob – und wenn ja in welchen smarten Devices die neue Technologie Einzug halten wird. Im ersten Halbjahr 2017 wissen wir vielleicht schon mehr.

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