Kirin 970: Der neue Super-Chip von Huawei

Er war der eigentliche Star der diesjährigen IFA in Berlin: der neue Kirin 970-Prozessor, der im kommenden Huawei Mate 10 erstmals verbaut sein wird. Das darf man vom neuen Hochleistungs-Chip erwarten.

Kirin 970: Der neue Super-Chip von Huawei.
Foto: Content Creation GmbH

Geht es nach den Ausführungen von Richard Yu, dem Chef des Smartphone-Geschäfts bei Huawei, so steht Handy-Usern auf aller Welt eine regelrechte Technik-Revolution bevor. Im Rahmen der diesjährigen IFA in Berlin gab Huawei einen Ausblick auf den neuen Kirin 970-Prozessor, mit dem das für 16. Oktober avisierte neue Smartphone-Flaggschiff „Mate 10“ ausgeliefert wird. Der Grundtenor: Der Kirin 970 wird die Art und Weise, wie Smartphones bedient werden, grundsätzlich verändern.

Chip für künstliche Intelligenz

Das hervorstechendste Merkmal der neuen Kirin 970-CPU ist die Fähigkeit, künstliche Intelligenz aufs Smartphone zu bringen. Denn der neue Super-Chip ist der erste Prozessor in einem mobilen Gerät mit einer speziellen Recheneinheit für neuronale Netzwerke. Beispielsweise werden Smartphones damit in der Lage sein, noch schneller und genauer zu erkennen, was auf einem Bild zu sehen ist. Vor allem die smarte Gesichtserkennung soll dadurch maßgeblich verbessert werden. Aber auch digitale Assistenten wie Google Home oder VR-Anwendungen mit Googles Daydream profitieren davon.

Schnellstes LTE-Modem

Auch die Grafikeinheit des Kirin 970 stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten: Auf kleinerer Grundfläche umfasst die sogenannte „Mali-G72-MP12“-GPU um 50 Prozent mehr Rechenkerne als der direkte Vorgänger. Das Resultat: Grafikberechnungen werden um 20 Prozent schneller und um 50 Prozent effizienter. Auch das LTE-Modem im neuen Chipsatz von Huawei ist rekordverdächtig: Mit 1,2 GBit/s im Downstream und 150 MBit/s im Upstream schlägt es die Benchmark von Qualcomms X16 im Snapdragon 835 deutlich.

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