Icaros: Das erste VR-Fitnessgerät der Welt

Ein Münchner Start-up hat das erste VR-Fitnessgerät der Welt entwickelt. „Icaros“ sieht auf den ersten Blick aus wie ein Hightech-Folterstuhl. Das Training – oder vielmehr das Spielen – trainieret laut den Erfindern den kompletten Körper.

Icaros: Das erste VR-Fitnessgerät der Welt
Foto: Icaros

Gute Neuigkeiten für all jene, die lieber die Nächte durchzocken, anstatt ins Fitnessstudio zu gehen: Mit dem ersten Virtual-Reality-Fitnessgerät „Icaros“ könnte die Ära der untrainierten Computerspiele-Nerds bald endgültig der Vergangenheit angehören. Denn während man mittels VR-Brille durch virtuelle Welten fliegt, stärkt das Gerät die gesamte Rumpfmuskulatur. Rückenschmerzen können so vermieden und die Haltung verbessert werden.

Spielend topfit werden
Foto: Icaros

Spielend topfit werden

Theoretisch lässt sich mit „Icaros“ auch ganz ohne Virtual Reality trainieren: Die Schwierigkeit liegt grundsätzlich darin, auf dem Bauch liegend mittels der eigenen Körperspannung in perfekte Balance zu kommen. Was mit ein wenig Übung schnell gelingt, wird durch die virtuelle Realität zur echten Herausforderung.

Virtuelle Flugrennen

Bei dem auf der aktuellen Version von „Icaros“ vorinstallierten Spiel lernt man mittels VR-Brille buchstäblich das Fliegen. Klingt aufregend – und führt obendrein zu einem Traumkörper. Zur Wahl stehen drei Levels: Den Anfang macht der recht entspannte Freiflug, viel schwieriger wird es, Drohnen abzuschießen oder ein Flugrennen durch Ringe zu bestehen. Wem das zu wenig aufregend klingt, kann beruhigt sein: An den passenden Unterwasser- und Weltraum-Szenarien wird bereits fieberhaft gearbeitet.

VR-Heimtrainer geplant
Foto: Icaros

VR-Heimtrainer geplant

Aktuell kommt bei „Icaros“ die kabellose Gear VR von Samsung/Oculus zum Einsatz – langfristig denkt man jedoch über aufwendigere Brillen wie HTC Vive oder Oculus Rift nach, da diese nicht über ein Smartphone mit Daten und Strom versorgt werden, sondern mit einem PC arbeiten. Für Zuschauer ohne VR-Brille werden die Bilder der Virtual-Reality-Brille schon jetzt zusätzlich auch an ein Windows-Notebook geschickt, womit das Bild auf einen großen TV-Bildschirm gerendert wird. Ob es „Icaros“ wirklich gelingt, eine neue Zielgruppe fürs Fitnesstraining zu begeistern, bleibt abzuwarten. Fix geplant ist derweil eine günstigere Variante fürs Training in den eigenen vier Wänden.

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