Grazer Startup plant Lautsprecher-Revolution

Das Unternehmen „USound“ ist gerade einmal zwei Jahr alt. Und doch haben die Grazer viel vor: Ab 2017 soll die von ihnen entwickelte MEMS-Technik Kopfhörer und Handy-Lautsprecher revolutionieren.

Grazer Startup plant Lautsprecher-Revolution
Foto: Emir Memedovski/iStock

Vergleicht man die technologischen Fortschritte bei Displays und Bildschirmen mit jenen bei den Lautsprechern, wird schnell klar: Im Audiobereich sind die wirklich bahnbrechenden Innovationen so gut wie ausgeblieben. Mehr noch: In den Hightech-Smartphones von heute sind Lautsprecher der letzte nennenswerte analoge Bauteil. Das wollen die Gründer der Firma „USound“ mit Sitz in Graz nun ändern.

Ein Technologiesprung im Audiobereich
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Ein Technologiesprung im Audiobereich

Das Geschäftsmodell der drei aus der Halbleiter-Industrie stammenden Gründer Ferruccio Bottoni, Andrea Rusconi-Clerici und Jörg Schönbauer basiert auf sogenannten Micro Electro Mechanical Systems, kurz „MEMS“. Dabei handelt es sich um ein neuartiges digitales System, bestehend aus einer Vielzahl von Miniaturbauteilen. Diese sollen Kernstück einer neuen Generation von Kopfhörern und Smartphone-Lautsprechern werden, die nicht nur besser klingen als die aktuellen Modelle, sondern auch noch 50 Prozent kleiner, 80 Prozent sparsamer und günstiger in der Herstellung sind. Nach drei Jahren Entwicklungszeit und insgesamt 20 Patenten soll es nun bald soweit sein.

Erster Lautsprecher 2017 geplant

Bereits ab dem ersten Halbjahr 2017 will man von Graz aus den globalen Handymarkt aufmischen. Zunächst soll der erste MEMS-Kopfhörer in Massenproduktion gehen, danach ein Lautsprecher. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Bis dato sammelte das Startup fünf Millionen Euro Startkapital, der Firmenwert kletterte bisweilen auf 27 Millionen Euro.

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