09.10.2018 von: Saturn Tech News Redaktion

Nvidia setzt mit Raytracing neue Maßstäbe

Die neue Geforce-RTX-2000-Grafikkartenserie von Nvidia bringt mit Raytracing eine Technologie auf den Spiele-Markt, die Schatten und Reflexionen in Videospielen in Echtzeit berechnen kann. Dies soll die Darstellung, aber auch die Entwicklung von Spielen revolutionieren.

Nvidia bringt die ersten Grafikkarten mit Raytracing auf den Markt.
Bild: Nvidia

Nachschub für Grafik-Enthusiasten

Gleich drei neue Grafikkarten hat Nvidia auf der diesjährigen Gamescom im August 2018 in Köln vorgestellt. Sowohl bei der „RTX 2070“, als auch der „RTX 2080“ und beim Spitzenmodell, der „RTX 2080 Ti“ hat Nvidia die Produktbezeichnung geändert. „GTX“ weicht „RTX“ und wird durch eine neue Prozessoreinheit ersetzt, die Raytracing-Berechnungen in Echtzeit ermöglicht. Die neuen Karten sind für den Einsatz in Desktop-PCs ausgelegt.

Licht und Schatten

Bislang mussten Spieleentwickler bei der Darstellung von Schatten und Reflexionen immer etwas tricksen. Mit Raytracing soll dies in Zukunft nicht mehr nötig sein. Die intelligenten und vor allem enorm leistungsstarken Chips der Grafikkarten können die aufwendigen Berechnungen in Echtzeit erledigen. Dies erleichtert nicht nur die Programmierung, sondern führt auch zu natürlichen und realistischen Schattenspielen und Reflexionen. Um dies zu bewerkstelligen, haben Nvidia und Microsoft die neue „DirectX Raytracing“-Schnittstelle entwickelt, die mit dem Oktober-Update in Windows 10 integriert wird.

Raytracing ermöglich eine Berechnung von Schatten und Reflexionen in Echtzeit.
Bild: Nvidia

Zukunftspotential

Zum Release der neuen Grafikkarten unterstützen bereits 21 Spiele die neue Technologie. Möglich machen dies Updates, an denen aktuell fleißig gearbeitet wird. Obwohl man bereits jetzt einen deutlichen grafischen Unterschied bei aktiviertem Raytracing erkennen kann, wird das volle Potential wohl erst in einigen Jahren sichtbar werden, wenn die ersten Spiele von Anfang an auf der neuen Berechnungsmethode aufbauen.

Zum Release unterstützen bereits 21 Spiele die neue Technologie.
Bild: Nvidia

Höchstleistung

Auch abseits von Raytracing sind die neuen Karten von Nvidia erstaunlich. Ein 8K-Bildsignal kann mit 60 Hz (= Bildwiederholungsrate) ausgegeben werden, und dank USB-C-VirtualLink-Port wird beim Anschluss einer Virtual Reality-Brille nur noch ein Kabel benötigt.

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