Fotoschule: So einfach gelingen Selbstporträts

Ausrüstung, Kameraeinstellungen und Licht: So schießen Sie gute Bilder von sich selbst.

Fotoschule: So einfach gelingen Selbstporträts
Foto: Kiuikson/iStock

Selbstporträts

Es gibt viele Gründe, sich fotografisch mit Porträts von sich selbst auseinanderzusetzen. Sei es, weil man aktuelle Profilbilder für die eigenen Social-Media-Präsenzen benötigt, weil man das eigene Foto-Know-How erweitern oder unterschiedliche Settings ausprobieren möchte. Ein großer Vorteil von Selbstporträts ist, dass man die volle Kontrolle über die Aufnahme hat. Zudem kann man viele Bilder belichten und somit entspannt ausprobieren, wie man in unterschiedlichen Posen wirkt.

Viele Gründe sprechen dafür, Selbstporträts zu fotografieren.
Foto: Deagreez/iStock

Ausrüstung

Mit diesem Equipment sind Sie bestens für Selbstporträts gerüstet:

  • moderne Digitalkamera, z.B. Systemkamera
  • Objektive ab 50 mm Brennweite
  • Stativ 
  • Selbstauslöser
  • evtl. App (um eine Vorschau zu sehen, die Schärfe zu bestimmen oder auszulösen)
  • Spiegel oder Tablet (um sich selbst vor dem Auslösen zu sehen)
  • evtl. externer Blitz, Blitzanlage mit Softboxen oder Ring-Blitz (für Fortgeschrittene)
Selbstporträts gelingen auch wegen der entspannten Atmosphäre.
Foto: UberImages/iStock

Aufnahmebeispiel

So gelingt ein ansprechendes Bild mit dem beliebten verschwommenen Hintergrund:

  1. Überlegen Sie, wie Sie sich darstellen möchten. Wählen Sie Kleidung, Accessoires und Location entsprechend. Tipp: Etwas transparentes Puder mattiert glänzende Stellen im eigenen Gesicht.
  2. Montieren Sie Ihre Kamera mit dem passenden Objektiv (ab 50 mm Brennweite) auf dem Stativ.
  3. Verwenden Sie eine offene Blende, etwa f2,8. Diese Blende lässt den Hintergrund gut verschwimmen und bietet noch Spielraum, um die Schärfe gut zu setzen.
  4. Stellen Sie Ihre Kamera so ein, dass die Belichtungszeit zur Blende automatisch gewählt wird.
  5. Aktivieren Sie den Selbstauslöser.
  6. Positionieren Sie die Kamera. Stellen sich im Abstand von wenigen Metern vor die Linse – in dieser Entfernung entstehen natürlich wirkende Bilder.
  7. Prüfen Sie (beispielsweise via Spiegel oder Foto-App), wie Sie aussehen. Passen Sie Position, Bildausschnitt und Abstände wie gewünscht an.
  8. Machen Sie gleich eine Serie von Bildern und wählen Sie später die besten Shots aus.
Ein ansprechendes Selbstbildnis vor verschwommenem Hintergrund.
Foto: PeopleImages/iStock

Licht

Natürliches Licht ist ideal für Porträts. Es gibt nicht das eine, beste Licht – es lohnt, verschiedene Lichtsettings zu testen. In vielen Fällen eignet sich indirektes Licht für eine gleichmäßige Ausleuchtung – etwa in einem hellen Innenraum mit großen Fenstern, durch die Tageslicht eintritt. In anderen Fällen erzeugen bewusst genutzte Schatten spannende Kompositionen, etwa bei hartem Sonnenlicht.

Harte Schatten bewusst eingesetzt.
Foto: momcilog/iStock

Objektiv-Wahl

Studien haben gezeigt, dass Brennweiten von 80 bis 120 Millimeter Gesichter so abbilden, dass sie Betrachter als besonders angenehm empfinden. Festbrennweiten sind lichtstärker als Zooms und haben oft ein besonders schönes Bouquet. Gut geeignet für Porträts und Selbstporträts ist demnach beispielsweise ein lichtstarkes 80-mm-Objektiv. Eine große Auswahl an Objektiven finden Sie im SATURN Online-Shop.

Tipps

Diese Art der Fotografie lädt ein, zu experimentieren. Trauen Sie sich: Passen Sie alles so an, dass es für Sie passt. Verändern Sie die Kameraeinstellungen, die Brennweite, die Perspektive und die Positionierung von Model (Ihnen!) und Kamera, verändern Sie den Bildausschnitt und wählen Sie bewusst verschiedene Hintergründe oder Accessoires.

Experimentieren geht gerade bei Selbstporträts besonders gut.
Foto: bymuratdeniz/iStock
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