Fotoschule: Makro-Aufnahmen

So fotografieren Sie Motive aus nächster Nähe: Equipment, Tipps und Beispiele für den Einstieg in die Makrofotografie.

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Einstieg in die Makrofotografie

Die Welt der „Fotografie des Allerkleinsten“ fasziniert zahlreiche Fotografen. In der Vergrößerung lassen sich Details erkennen, die mit bloßem Auge schwer oder gar nicht zu sehen sind.

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Die ersten Schritte in der Makrofotografie kann man durchaus mit vorhandenem Equipment wagen.  

  • Kompaktkameras
    Wer eine Kompaktkamera nutzt, schaltet auf das Makro-Motivprogramm (Makro-Modus). Falls nicht vorhanden: Viele Kompaktkameras verfügen über einen akzeptablen Nahbereich, der für den Einstieg in die Makrofotografie ausreichen kann. Extreme Makrofotografien in exzellenter Qualität sind damit jedoch nicht möglich.
  • System- und Spiegelreflexkameras
    Diese Kameratypen können über Nahlinsen oder eigene Makro-Objektive (mit Abbildungsmaßstäben von 1:1 oder 1:2) fit für Nahaufnahmen gemacht werden. Zusätzlich bieten auch System- oder Spiegelreflexkameras häufig Makro-Motivprogramme, mit denen Sie zu Beginn arbeiten können.
Detailaufnahmen von Blumen sind besonders beliebt.
Foto: polarica/iStock

Motivprogramm für Makroaufnahmen

Ein auf Makromotive spezialisiertes Motivprogramm sorgt automatisch für die optimalen Settings für die Aufnahme von Details aus nächster Nähe. Es ist optimiert für geringe Aufnahmedistanzen und sehr kleine Objekte und sorgt unter anderem für die passende Blendeneinstellung - blendet also ab (hohe Blendenzahl/kleine Öffnung der Blende).

 

In der Vergrößerung lassen sich Details erkennen, die mit bloßem Auge schwer oder gar nicht zu sehen sind.
Foto: andersboman/iStock

Beispiel: Makroaufnahme einer Blume

Detailaufnahmen von Blumen, Blättern, Wassertropfen oder kleinen Lebewesen vor verschwommenem Hintergrund sind besonders beliebt. Diese können beispielsweise mit einer Systemkamera mit einem Makro-Objektiv aufgenommen werden. Wenn Sie das Motiv ohne Motivprogramm fotografieren, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Blende
    Blenden Sie ab, beispielsweise auf f/8 oder f/11, da sich bei Nahaufnahmen der Schärfentiefenbereich im Millimeterbereich bewegen kann. Durch das Abblenden stellen Sie sicher, dass der Bildbereich, der scharf dargestellt wird, dennoch groß genug ist.  
  • ISO-Empfindlichkeit & Verschlusszeit
    Stellen Sie die ISO-Empfindlichkeit so ein, dass die Verschlusszeit kurz ist (beispielsweise 1/250 Sekunde).
  • Licht
    Für Makroaufnahmen benötigen Sie viel und gutes Licht. Das harte Licht um die Mittagszeit ist nicht ideal, darum nutzen Sie bevorzugt Sonnenlicht am frühen Vormittag oder späten Nachmittag. Alternativ können Sie für die ideale Beleuchtung auch eine Ringleuchte bzw. ein Stativ verwenden.
  • Belichtungsreihe
    Idealerweise belichten Sie eine Serie und wählen aus dieser das jeweils beste Bild aus.

Tipp für Makrofotografie von Tieren

Nutzen Sie die Trägheit der Tiere im Regen. Sie bewegen sich weniger bei Regenwetter als sonst und sind so einfacher einzufangen.

Detailaufnahmen von kleinen Lebewesen vor verschwommenem Hintergrund sind besonders beliebt.
Foto: Serg_Velusceac/iStock

Stativ & Selbstauslöser

Um speziell bei ungenügendem Licht keine verwackelten Bilder zu erhalten, verwenden Sie ein Stativ oder legen die Kamera auf einen festen Untergrund. Setzen Sie in diesem Fall den Selbstauslöser ein.

Fotografien aus nächster Nähe üben einen besonderen Reiz aus.
Foto: Juliana_Nan/iStock

Wer tiefer in die Makrofotografie eintauchen möchte, sollte in eine gute Ausrüstung investieren (Spezialobjektiv etc.). Ein schwenkbares Display, wie ihn viele moderne Kameras bieten, ist für die Makrofotografie ein Vorteil (z.B. bei Aufnahmen aus der Froschperspektive).

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