Fontus macht Wasser aus Luft

Der Österreicher Kristof Retezár hat eine geniale Idee in die Tat umgesetzt und eine Flasche entwickelt, die sich von selbst mit Wasser befüllt.

Mit Fontus wird aus Luft Trinkwasser.
Foto: Fontus

Die Oberfläche der Erde besteht zu etwa 71 Prozent aus Wasser. Trotzdem ist das wichtigste Element oft Mangelware. Kristof Retezár hat sich dazu etwas geniales überlegt und eine Wasserflasche entwickelt, die quasi aus „Nichts“ die kostbare Flüssigkeit herstellt. Mittels Crowdfunding wird das Projekt finanziert.

Wasser aus der Luft

Konkret extrahiert die Fontus-Wasserflasche Feuchtigkeit aus der Luft – und die ist so gut wie überall vorhanden. Mittels Solarenergie wird diese Feuchtigkeit kondensiert und in trinkbares Wasser umgewandelt. Die Flasche hat eine kalte und eine warme Seite, dadurch kann das Wasser von der Luft getrennt und zum Trinken verfügbar gemacht werden. Dieses Phänomen kennt jeder, der schon einmal im Sommer eine Dose eiskaltes Cola getrunken hat – an der Außenwand bilden sich Wassertröpfchen.

Im Wasserdampf findet sich alles Mögliche: Staub, Schmutz, Ruß oder kleine Tierchen – und das alles wollen wir nicht wirklich trinken. Daher hat die Fontus-Flasche einen Filter, der diese Partikel aus dem späteren Trinkwasser fern und das Wasser sauber hält.

Zwei Modelle

Die Fontus-Flasche namens „Airo“ wurde speziell für Wanderer entwickelt, das Modell „Ryde“ für Radfahrer. „Airo“ wird einfach an den Rucksack geschnallt und filtert dann während der Wanderung Wasser aus der Umgebungsluft.

"Airo" ist die perfekte Wasserflasche für Wanderer.
Foto: Fontus

Ein kleiner Lüfter saugt die Luft an, diese kondensiert, und die Wassertropfen perlen in die Trinkflasche. Durch ein sogenanntes Peltier-Element wird hier die warme und die kalte Seite erzeugt, welche die Kondensation möglich macht.

Die „Ryde“ kann auf das Fahrrad geschnallt werden. Die Luft gelangt durch den Fahrtwind an die trichterförmige Vorderseite der Flasche und wird mit dem Peltier-Element abgekühlt. Die Energie für diesen Prozess erhält das Peltier-Element von kleinen Solarzellen. 800 ml Flüssigkeit passen in eine Flasche.

"Ryde" liefert Trinkwasser für Radfahrer.
Foto: Fontus

Leider funktioniert die Flasche erst ab einer Lufttemperatur ab 20 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 50%. Trotzdem könnte sie die Lösung nicht nur für Wanderer und Biker, sondern auch für Menschen sein, die in Regionen leben, in denen sauberes Trinkwasser Mangelware ist.

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