So gelingt gesundes Fasten

Es stärkt den Körper und sorgt für einen wachen Geist: Fasten. Wie man den bewussten Verzicht am besten durchführt, erfahren Sie hier.

So gelingt gesundes Fasten
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Gesunde Abstinenz

Fasten wird heute in vielen verschiedenen Formen ausgeübt. Vom klassischen Heilfasten, also dem gänzlichen Verzicht auf feste Nahrung, bis hin zum Intervallfasten, bei dem Speisen nur zu gewissen Tageszeiten genossen werden: Jeder findet die für ihn geeignete Methode. Vom Fasten verspricht man sich vor allem das Entschlacken des Körpers, bei dem eingelagerte Giftstoffe ausgeschieden werden. Das soll den Organismus kräftigen und die Selbstheilungskräfte aktivieren.

So gelingt gesundes Fasten
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Beliebte Fastenmethoden:

Saftfasten

Hier stehen für einen vordefinierten Zeitraum nur Frucht- und Gemüsesäfte auf dem Speiseplan – bis zu eineinhalb Liter am Tag. Dazu darf noch Wasser und Tee genossen werden. Die aufgenommenen Mineralien und Vitamine sollen den Körper stärken und sorgen für Gewichtsverlust.

Buchinger-Heilfasten

Bei dieser Methode nach dem Arzt Otto Buchinger soll der Stoffwechsel entlastet werden. Auch hier stehen nur flüssige Speisen wie Gemüsebrühe oder Säfte am Programm. Der Körper wird zusätzlich mit Bewegung oder speziellen Wickeln angeregt.

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F.X. Mayr-Diät

Der steirische Kurarzt erlaubt bei seiner Methode neben Tee und klarer Gemüsesuppe auch Semmeln. Werden die Vorgaben befolgt, soll der Darm saniert und bewussteres Essen antrainiert werden. Auch hier werden Giftstoffe aus dem Körper abgeführt und das Immunsystem gestärkt.

Intervallfasten

Bei dieser Fastenmethode wird der Essensrhythmus nachhaltig umgestellt und der Tag in zwei Perioden eingeteilt. Im ersten Teil, der zum Beispiel acht Stunden dauern kann, darf ganz normal gegessen werden. Der Rest des Tages, also 16 Stunden lang, wird gefastet und nur Tee oder Wasser aufgenommen. In einer anderen Variante wird die Woche in Fasten- und Normal-Tage eingeteilt, also auf zwei Tage ohne folgen fünf Tage mit Nahrung.

Intervallfasten
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Wer Fastentage durchführen will, sollte folgende, generelle Ratschläge beherzigen.

1. Vorbereitung

Wer mehrere Tage auf feste Nahrung verzichtet, sollte den Körper langsam auf den Entzug von Essen vorbereiten. Schon Tage vor dem eigentlichen Fastenbeginn sollte man nur mehr leichte Kost zu sich nehmen, wie etwa sanft gekochtes Gemüse oder Reis. Wichtig ist, viel Flüssigkeit zuzuführen. Das kann in Form von Tee und Wasser, aber auch mit Säften und Gemüsebrühe geschehen. Auf Alkohol sollte auf jeden Fall verzichtet werden.

2. Fastentage

Egal für welche Methode man sich entschieden hat: Die ersten drei Tage sind die schwierigsten. Danach gewöhnt sich der Körper an den Entzug von Nahrung und das quälende Hungergefühl verschwindet. Oft wird, um die Reinigung des Körpers zu unterstützten, der Darm geleert (z. B. mit Glaubersalzen). Große Anstrengungen sollte man vermeiden, stattdessen sorgen Spazierengehen und Yoga für seelischen Ausgleich.

So gelingt gesundes Fasten.
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3. Fastenbrechen

Wird die Fastenperiode beendet, spricht man vom „Fastenbrechen“. Jetzt gilt es, den Körper langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Man beginnt wieder mit leichter Kost, wie zum Beispiel einer Gemüsesuppe. Wichtig ist, die Speisen langsam und bewusst aufzunehmen. Dadurch werden die einzelnen Bissen gut eingespeichelt und die Nährstoffe können optimal aufgenommen werden.

Wichtig: Strenge Formen des Fastens sollten in jedem Fall mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Nicht für jeden Menschen ist der Verzicht auf feste Nahrung auch wirklich gesund.

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