Neuer Esstrend „Leaf to Root“

Gemüse von der Wurzel bis zum Blatt in der Küche zu köstlichen Mahlzeiten zu verarbeiten, macht Schule. Das beschert vollen Genuss, kreative Rezepte und weniger Lebensmittelverschwendung.

„Leaf to Root“ ist ein Essenstrend, bei dem alle Teile des Gemüses verwertet werden.
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Köstliche Gesamtverwertung

Wenn Sie in knackige Radieschen beißen, haben Sie dann die Radieschenblätter bereits weggeworfen? Falls ja, schade. Denn sie eignen sich hervorragend für Pesto, als Aufputz in gemischtem Salat oder in Topfenaufstrichen gemeinsam mit frischen Kräutern. Wer „Leaf to Root“ praktiziert, nutzt Gemüse zu 100 %.

So kann auch Karottengrün mit Pinienkernen, Olivenöl, Knoblauch, Salz, Pfeffer zu Pesto statt Hasenfutter oder Biomüll werden. Die Blätter der Roten Rübe lassen sich wie Mangold oder Spinat zubereiten – cremig, auf kroatische Art mit Erdäpfeln und Knoblauch, als Belag einer Quiche mit Feta oder als Strudelfülle mit Lachs.

Der Strunk von Brokkoli oder Karfiol ist die ideale Basis für lange geköchelte Currys oder eine Cremesuppe. Wer Kalorien sparen möchte oder auf Milchprodukte verzichten muss, kocht Erdäpfel oder Risottoreis mit statt am Ende mit Schlagobers die perfekte Konsistenz anzupeilen. Wichtigstes Accessoire ist ein leistungsstarker Stabmixer.

Im Dörrautomat verwandeln sich Erdäpfelschalen in knusprige Chips.
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Gemüsechips selbst machen

Erdäpfelschalen nicht mehr wegschmeißen. Sie können zu knusprigen Gemüsechips verarbeitet werden. Mutige Kochenthusiasten können sie auch kandieren und Deko für Süßspeisen daraus machen. Wer es lieber salzig mag, zelebriert das Zubereiten von hauchdünnen Scheiben im Dörrautomat.

Folgende Gemüsesorten sind bestens dafür geeignet: Karotte, Rote Rübe, Sellerie, Wirsing, Grünkohl, Süßkartoffel, Kohlrabi, Kürbis, Topinambur, Pastinaken. Die ideale Temperatur zum schonenden Dörren ist unter 70 Grad Celsius.

Im Smoothie-Maker werden Blätter und Strünke von Brokkoli, Kohlrabi oder Karfiol zu cremigen Drinks.
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Getränke mit Gemüseanteil

Erdbeeren und Gurke oder Brokkolistrunk mit Banane sind gute Paarungen für den Smoothie-Maker. Auch Petersilien- oder Basilikumstängel werden hier neben den Blättern perfekt trinkfertig im Smoothie-Maker gehäckselt. Wildkräuter wie Vogelmiere, Wiesensalbei oder Löwenzahn passen auch gut in Smoothies.

Wer sein Obst und Gemüse gerne entsaftet, kann die überbleibenden festen Reste (z.B. Karotte, Apfel, Rote Rübe, Kürbis) zu Kuchen oder Brownies oder pikanten Pastasaucen verarbeiten.

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