Die wichtigsten Smartphone-Sensoren

Moderne Smartphones werden erst durch eine Vielzahl an verbauten Sensoren so richtig smart. Welche Handysensoren es gibt — und was sie messen.

Welche Smartphone-Sensoren gibt es — und was messen sie?
Foto: Apple Inc.

Die Zeiten, in denen Mobiltelefone vor allem zum Telefonieren und zum Schreiben von Textnachrichten genutzt wurden, sind längst vorbei. Vielmehr haben moderne Geräte unzählige Spürmechanismen und Sensoren verbaut, die pausenlos Daten sammeln. Ein Überblick.

Beschleunigungssensor

Dreht man ein Smartphone, so ändert sich die Richtung, aus der die Schwerkraft auf das Gerät wirkt. Diese Veränderung wird durch ein sogenanntes Akzelerometer gemessen, das gerade einmal drei mal drei mal einen Millimeter groß ist. Als Feder fungiert ein wenige Mikrometer schmaler Stab aus Silizium. Bewegt sich das Gerät, verändert sich die Position gegenüber eine festen Elektrode. Dadurch erkennt der Beschleunigungssensor Bewegungen auf drei Achsen.

Barometer

Tatsächlich: Smartphones sind kleine Wetterstationen. Mittels einer rund zehn Mikrometer dünnen Siliziummembran, in die Dehnungsstreifen eingelassen sind, kann der Luftdruck gemessen werden. Größe des Sensors: Gerade einmal zwei mal zweieinhalb Millimeter.

Die wichtigsten Smartphone-Sensoren.
Foto: Content Creation GmbH/Samsung

Fingerabdrucksensor

Ein Fingerabdrucksensor besteht in der Regel aus unzähligen winzigen Zellen, jede davon deutlich kleiner als die Rille eines Fingerabdrucks. Werden diese Zellen berührt, verändert sich ihre Kapazität. Aus der Art der Veränderung der Gesamtheit aller Zellen wird ein Bild des Abdrucks berechnet, abgespeichert und daraufhin bei der Verwendung des Sensors abgeglichen.

Elektromagnetischer Sensor

Dieser Sensor, im Fachkreisen auch Hall-Geber genannt, registriert, ob eine Schutzhülle mit magnetischem Schloss um das betreffende Gerät geöffnet oder geschlossen ist. Wird die Hülle geöffnet, aktiviert der Sensor das Display. Im Gegenzug wird der Monitor deaktiviert, wenn die Hülle geschlossen wird.

Vielmehr haben moderne Geräte unzählige Spürmechanismen und Sensoren verbaut, die pausenlos Daten sammeln.
Foto: lechatnoir/iStock

Helligkeitssensor

Dieser kleine Helfer verhindert, dass die Akkus allzu schnell entladen werden, indem die Helligkeit des Bildschirms an das Licht der Umgebung angepasst wird. Der RGB-Sensor setzt sich aus einer Fotodiode und einem Farbfilter zusammen und misst sowohl Intensität, als auch die Farbtemperatur von Lichtquellen.

Näherungssensor

Dieser Sensor misst mittels Infrarotstrahlen, ob das Telefon ans Ohr gehalten wird. Werden die Strahlen reflektiert, werden Bildschirm und Berührungssteuerung des Telefons automatisch ausgeschaltet.

Pulsmesser

Moderne Pulsmesser nutzen LEDs um den Puls zu messen. Eine Fotodiode misst dabei die Farbveränderung, wenn das Blut langsamer oder schneller durch die Adern pulsiert.

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