18.12.2017 von: Saturn Tech News Redaktion

Die Technik hinter Dual-Kameras

Huawei hat sein „Mate 10 Pro" mit einer Dual-Kamera ausgestattet. Auch Hersteller wie Apple, LG und Samsung setzen auf zwei Kamerasensoren. Wir verraten Ihnen, was Dual-Kameras alles können.

Dual-Kameras können für Weitwinkel- und Tele-Aufnahmen sorgen, aber auch mit einem monochromen Sensor die Schärfe erhöhen.
Foto: Huawei

Messen der Distanz

Als Hersteller mit Dual-Kameras für ihre Smartphones zu experimentieren begannen, wurde als zweiter Sensor gerne ein Tiefensensor verbaut. Dieser lieferte Informationen über die Distanz von Personen oder Objekten im Bild. Ein beliebter Effekt, der auf Distanzmessung basiert, ist der „Bokeh“-Effekt. Dabei ist z.B. das Gesicht im Vordergrund scharf, der Hintergrund verschwimmt hingegen. Heute kommt der Tiefensensor oft bei Einsteigermodellen zum Einsatz.

Der Bokeh-Effekt lässt den Hintergrund verschwimmen.
Foto: Marco Piunti/iStock

Es darf gezoomt werden

Apple setzt im iPhone X auf einen Tele-Sensor. Wird der optische 2-fach-Zoom bedient, springt die Hauptkamera auf die Telekamera über. Das Motiv rückt auf diese Weise näher, ohne sichtbar zu verpixeln. Weitere Zoomstufen sind allerdings digital gelöst.

Breite Perspektive

Hier lieferte das „G5“ von LG die erste Benchmark. Das Unternehmen stattete die zweite Kamera mit 8 Megapixeln und 12 Millimeter Brennweite aus. Das Ergebnis waren Fotos mit einem ungewöhnlich großen Blickfeld, das vor allem bei der Aufnahme von großen Menschenmengen oder Landschaftsmotiven zum Einsatz kommen konnte. Heute verbaut LG diese Dual-Kamera im „V30“.

Monochromer Sensor

Schärfere und ausdrucksstärkere Bilder versprechen sich Hersteller wie Huawei vom Einsatz einer Schwarz-Weiß-Kamera in ihren Smartphones. Auch dem Flaggschiff „P10“ hat der Konzern einen monochromen Sensor verpasst. Der Verzicht auf Farben macht die Kamera empfindlicher und verspricht selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen scharfe und kontrastreiche Bilder. 

Gadgets / Outdoor