Die häufigsten Fehler beim Fotografieren

Kompaktkameras bieten Features, die vor nicht langer Zeit der absoluten Profi-Liga vorbehalten waren. Auch die Handy-Cams werden dank ausgefeilter Optiken und aufwändiger Sensoren immer besser. Trotz der genialen Technik entscheidet letztlich aber immer noch der Benutzer über die Qualität des Fotos.

Die häufigsten Fehler beim Fotografieren
Foto: zozzzzo/iStock

Wie lautet das alte Sprichwort: Wer die gröbsten Fehler vermeidet, der macht schon mal eine Menge richtig. Diese banale Weisheit trifft vor allem auf die Fotografie zu. Denn so abstrakt es auch klingt: Je perfekter die Kameratechnik, umso mehr zählt der Faktor Mensch, wenn es darum geht, den eigenen Schnappschüssen einen individuellen Touch zu verleihen. Die folgenden Fehler sollte man beim Fotografieren vermeiden:

So werden die eigenen Bilder im Handumdrehen besser.
Foto: swissmediavision

1. Nicht auf die Entfernung zum Motiv achten

Zoom-Faktor hin oder her – wer gute Fotos möchte, muss sich bewegen. Denn selbst das stärkste Teleobjektiv kann nicht den optimal gewählten Abstand zu Motiv ersetzen. Wer ein paar Schritt näher ans Ziel herangeht, vermeidet nicht nur fade „Suchbilder“, sondern erhöht gleichzeitig auch die Chance, dass das Foto korrekt belichtet wird. Natürlich schadet es auch nicht, sich bei der Motivsuche hin und wieder ein wenig zu bewegen und möglicherweise sogar einmal in die Knie zu gehen oder auf den Zehen zu stehen. Siehe da – plötzlich eröffnen sich völlige neue Perspektiven.

2. Das Motiv immer in die Bildmitte

Natürlich ist es kein Fehler, wenn der gewünschte Gegenstand oder die Person vollständig auf dem Foto zu sehen ist. Allerdings wird es schnell eintönig, wenn sich die Action stets nur in der Bildmitte abspielt. Stattdessen sollte man nach der Regel des „Goldenen Schnittes“ bzw. der „Drittel-Regel“ fotografieren: Dazu einfach das Bild gedanklich in neun gleichgroße Blöcke aufteilen. Nun das Bild so gestalten, sodass das Hauptmotiv an einem der vier Schnittpunkte der gedachten Linien liegt.

3. Die Sonne immer im Rücken
Foto: LFO62/iStock

3. Die Sonne immer im Rücken

Die gute Nachricht: Wen die von hinten scheinende Sonne beim Fotografieren stört, der macht sich immerhin bereits Gedanken zum Thema Belichtung. Zugegeben: Landschaftsaufnahmen wirken mit der Sonne im Rücken stets besonders farbkräftig. Da keinerlei Schatten zu sehen sind, wirkt das Bild aber auch flach. Bei Personen kommt erschwerend dazu, dass diese bei Gegenlicht meist blinzeln oder verkniffen dreinblicken. Besser: So positionieren, dass die Sonne bzw. die Lichtquelle von der Seite kommen. So hat man ausreichend Licht, aber auch mehr Tiefe im Bild.

4. Pflanzen wachsen „aus dem Kopf“

Es ist wohl einer der häufigste Anfängerfehler: Vor allem bei Gruppenfotos ist die Nervosität beim Positionieren meist groß. Viele Augen sind gespannt auf den Fotografen gerichtet. Anstatt sich die notwendige Zeit zu nehmen, versucht man die ungewohnte und deshalb stressige Situation möglichst schnell hinter sich zu bringen. Das Resultat: Erst beim Blick auf das fertige Bild fällt plötzlich der Zweig, Laternenpfahl oder Baum auf, der „aus dem Kopf“ des oder der Fotografierten ragt. Die Lösung: Auch wenn es bedeutet, die fotografierten Menschen noch ein paar Sekunden länger auf die Folter zu spannen, sollte man bewusst auch auf mögliche störende Gegenstände im Hintergrund achten, bevor man abdrückt.

5. Arme und Beine „abschneiden“
Foto: swissmediavision/iStock

5. Arme und Beine „abschneiden“

Der Vorteil hochauflösender Kameras: Der Bildausschnitt lässt sich problemlos im Nachhinein ändern bzw. anpassen, ohne dass die Auflösung zu gering wird und die Bildqualität darunter leidet. Darum: Werden Menschen abgelichtet, keinesfalls die Gliedmaßen abschneiden. Denn was am Foto fehlt, kann auch im Nachhinein nicht „herbeigezaubert“ werden.

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