Die besten Alternativen zu WhatsApp

Mit fast einer Milliarde Benutzern ist WhatsApp der mit Abstand größte Instant-Messenger weltweit. Der seit 2014 zu Facebook gehörende Anbieter hat quasi im Alleingang die SMS abgelöst. Dennoch - oder gerade deswegen – gibt es Alternativen zum mächtigen Marktführer. Die besten WhatsApp-Wettbewerber im Überblick.

Die besten Alternativen zu WhatsApp
Foto: Giulio Fornasar/iStock

Als Facebook vor rund zwei Jahren WhatsApp übernahm, versprach man, die beiden Dienste strikt getrennt zu halten und keine Daten auszutauschen. Heute scheint sich in der Facebook-Zentrale plötzlich niemand mehr an das Versprechen von damals zu erinnern: In der jüngsten Version der AGB fehlt der betreffende Absatz. Wer jedoch nicht einverstanden ist, dass Facebook die persönlichen Daten für Werbezwecke nutzt, hat die Auswahl aus mehreren, guten Alternativen.

Threema

Sicher wie ein Schweizer Banktresor ist die von den Eidgenossen entwickelte App „Threema“.
Foto: Screenshot Threema

Sicher wie ein Schweizer Banktresor ist die von den Eidgenossen entwickelte App „Threema“. Gerade zur Zeit der WhatsApp-Übernahme durch Facebook, führte die App aus der Alpenrepublik tagelang die Download-Charts an. Kein Wunder: Von „Stiftung Warentest“ bis hin zu „Whistleblower“ Edward Snowden reicht die Liste jener, die „Threema“ als extrem sicher einstufen. Tatsächlich verschlüsselt die App alle Inhalte standardmäßig und gleicht die Telefonkontakte nur auf ausdrücklichen Wunsch ab. Die Angabe der eigenen Nummer ist freiwillig, optional funktioniert der Dienst auch mit einer Threema-ID. Sämtliche Nachrichten sowie Metadaten werden nach der Zustellung gelöscht. So viel Sicherheit hat allerdings ihren Preis: Für den Download der App für iOS oder Android müssen 2,99 Euro in die Schweiz überwiesen werden.

iOS | Android | Windows Mobile

Telegram

Der Messenger mit dem weißen Papierflieger im Logo bezeichnet sich selbst als das bessere WhatsApp.
Foto: Screenshot Telegram

Der Messenger mit dem weißen Papierflieger im Logo bezeichnet sich selbst als das bessere WhatsApp. Zusätzlich zu allen, von WhatsApp bekannten Funktionen, bietet „Telegram“ besonderes sichere Chats mit Selbstzerstörungs-Timer – vorausgesetzt, man aktiviert bewusst diese Option. Sämtliche Chat-Verläufe werden laut dem Anbieter verschlüsselt in der Cloud gespeichert. Das hat den Vorteil, dass man als User von mehreren, unterschiedlichen Geräten auf den eigenen Chat zugreifen kann – sogar via Desktop-Rechner oder online per Web-Client. Man kann auch einen öffentlichen Benutzernamen anstatt der eigenen Telefonnummer angeben. Nachteil: Datenschützer trauen der optionalen Verschlüsselung nicht so richtig und bemängeln, dass die Server, auf denen die Daten gespeichert werden, auf der ganzen Welt verstreut stehen.

iOS | Android | Windows Mobile

Signal

Laut Eigendefinition ebenso sicher wie „Threema“, und darüber hinaus auch kostenlos, ist „Signal“.
Foto: Screenshot Signal

Laut Eigendefinition ebenso sicher wie „Threema“, und darüber hinaus auch kostenlos, ist „Signal“. Entwickelt wurde die App vom Unternehmen Open Whisper Systems, dessen Verschlüsselungsprotokolle weltweit als die sichersten gelobt werden. Angeblich nutzten sogar die Mitarbeiter von Hillary Clinton die App, um abhörsicher zu chatten – und zu telefonieren. Spannend ist der technische Hintergrund: Jeder User bekommt einen individuellen Schlüssel aus Zahlen und Buchstaben zugeordnet, der jedes Mal neu generiert wird, wenn die App neu installiert, ein Chat gestartet oder das Smartphone gewechselt wird.

iOS | Android

Hoccer

Wer Wert auf die buchstäbliche Deutsche Gründlichkeit legt, ist bei „Hoccer“ genau richtig.
Foto: Screenshot Hoccer

Wer Wert auf Gründlichkeit legt, ist bei „Hoccer“ genau richtig. Diese App lässt sich komplett ohne Angabe von Name, Rufnummer oder E-Mail-Adresse nutzen. Alle Daten werden zu 100 Prozent verschlüsselt verschickt und nach der Übertragung sofort wieder gelöscht. Da alle Server in Deutschland stehen, gilt für die „Hoccer“-Benutzer zudem das strenge, deutsche Datenschutzrecht. Spannend: Auf neueren Apple-Geräten kann „Hoccer“ nicht nur per Touch-ID gesichert werden, sondern macht auf Wunsch bei unbefugten Zugriffen ein „Fahndungsfoto“ mit der Smartphone-Kamera.

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