A11 Bionic: Power- Chip im iPhone 8

Der A11-Bionic-Chip ist der Nachfolger des A10 Fusion und kommt bei den neuesten Apple-Modellen zum Einsatz. Der Chip besteht aus sechs Kernen, hat zusätzlich eine von Apple selbst hergestellte Grafikeinheit und ermöglich so genanntes „Deep Learning“.

Der neue Rechenchip im iPhone arbeitet flott und schützt die Privatsphäre.
Foto: Apple

Blitzschnell und energiesparend

Als Nachfolger des A10 Fusion, der beim „iPhone 7“ zum Einsatz kam, ist der „A11 Bionic“ in den „iPhone 8“ -Modellen verbaut. Der Chip besteht aus sechs Kernen, wobei die zwei „Monsoon“-Kerne Hochleistungskerne sind und vor allem bei rechenintensiven Anwendungen wie Spielen oder AR-Inhalten arbeiten. Die restlichen vier „Mistral“-Kerne sind auf energiesparenden Einsatz optimiert und daher niedriger getaktet.

Erstmals eigene Grafikeinheit

Über Multithreading kann das Smartphone auf Wunsch alle Kerne parallel arbeiten lassen. Im Vergleich zum Vorgänger ist der A11 Bionic dank dieser Technik energieeffizienter und gleichzeitig leistungsstärker. Auf dem „SoC“ (Ein-Chip-System) ist erstmals auch ein von Apple selbst hergestellter Grafikprozessor untergebracht. Dieser besteht aus drei Kernen und soll bis zu 30% schneller arbeiten können, als die PowerVR-Grafikeinheiten des britischen GPU-Entwicklers „Imagination Technologies“. Bei gleicher Geschwindigkeit soll er nur die Hälfte an Energie verbrauchen.

Die zusätzliche Power nutzt Apple unter anderem für eindrucksvolle AR-Erlebnisse
Foto: Apple Inc.

Viele neue Möglichkeiten

Mit seinen 4,3 Milliarden Transistoren kommt der A11-Bionic auf 600 Giga-Ops (Giga Operations Per Second). Diese unglaubliche Leistung sorgt nicht nur für eine schnelle Bedienung des Smartphones und kurze Ladezeiten beim Öffnen von Apps. Apple verwendet den Chip für so genanntes „Maschinenlernen“ oder „Deep Learning“. Dabei werden Rechenprozesse direkt am Smartphone durchgeführt, die sonst in der Cloud berechnet werden. Dazu zählen Face ID, Sprachbefehle von Siri, 3D-Spiele, Animojis und Augmented-Reality-Inhalte. Dadurch ist man nicht mehr so sehr von einer schnellen Internetverbindung abhängig, und durch das Verbleiben persönlicher Daten auf dem Gerät wird die Privatsphäre der User besser geschützt.

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