Das bedeutet der IP-Code

Jedes Smartphone hat heute einen zweistelligen IP-Code. Dieser informiert Konsumenten darüber, ob und wie gut das Telefon vor Wasser und Staub geschützt ist – vorausgesetzt man weiß, was die Zahlen bedeuten.

Wasserdichtes Handy.
Foto: piola666/iStock

Die Abkürzung „IP“ steht für den englischen Begriff „International Protection“ und bedeutet sinngemäß „Internationale Schutzklasse“. Dahinter steht eine weltweit gültige Verordnung, die unter anderem darüber Auskunft gibt, wie gut elektronische Geräte unter bestimmten Umweltbedingungen arbeiten. 

Die erste Zahl: Fremdkörper

Elektronische Konsumgüter wie Smartphones oder Tablets erhalten vor ihrer Markteinführung einen zweistelligen IP-Code. Die Vergabe der beiden Zahlen erfolgt nach einem abgestuften Codesystem. Die erste Ziffer beim IP-Code gibt über den Schutz der im Gerät verwendeten Technik gegen das Eindringen von Fremdkörpern Auskunft. Die Skala umfasst insgesamt sieben Stufen – je höher die Zahl, desto besser der Schutz.

0: Kein Schutz.
1: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 50 Millimeter.
2: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 12,5 Millimeter.
3: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 2,5 Millimeter.
4: Geschützt gegen feste Fremdkörper mit einem Durchmesser ab 1,0 Millimeter.
5: Staubgeschützt.
6: Staubdicht.

Wasserdichtes Handy.
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Schutz gegen Wasser

Die zweite Ziffer gibt an, wie gut das jeweilige Gerät gegen das Eindringen von Wasser geschützt ist. Auch hier gilt: Je höher die Zahl, desto besser ist das betreffende elektronische Gadget geschützt. Beim Schutz vor Wasser gibt es zehn Kategorien.

0: Kein Schutz.
1: Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser.
2: Schutz gegen fallendes Tropfwasser bei Gehäuseneigung bis 15 Grad.
3: Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60 Grad gegen die Senkrechte.
4: Schutz gegen allseitiges Spritzwasser.
5: Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.
6: Schutz gegen starkes Strahlwasser.
7: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen (30 Minuten bei einer Wassertiefe von einem Meter).
8: Schutz gegen dauerndes Untertauchen (Wassertiefe wird vom Hersteller bestimmt).
9: Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung.

Staub und Handy.
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Beispiele

Wer diese Einteilung kennt, weiß also sofort, dass die IP68-Zertifizierung bei Handys wie dem Samsung „Galaxy S10“, dem „P30 Pro“ von Huawei oder dem iPhone „XS Max“ Staubdichtheit und Schutz gegen das Untertauchen in Wasser bietet. Bei letzterem geben die Hersteller die Wassertiefe individuell an.

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