CES 2020: Roboter und künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch in die Haushalte und Roboter nehmen uns immer mehr Tätigkeiten ab. Lesen Sie hier mehr zu zwei der größten CES-Trends.

Samsung hat auf der Messe „Ballie“ vorgestellt.
Foto: Samsung

Hitech-Gefährten

Ein digitaler Mitbewohner, der bei Notfällen zu Hilfe eilt oder eine Katze, die nie gefüttert werden muss: Roboter halten auf der CES und damit bald auch in unseren Alltag Einzug. Samsung hat auf der Messe „Ballie“ vorgestellt – ein Assistent, der einem Tennisball ähnelt und auf Sprache reagiert. Mit einer eingebauten Kamera sorgt er nicht nur für Sicherheit in den Wohnräumen, sondern agiert auch als Fitness-Coach, Spielgefährte für die Kinder oder als Zentrale für das Smart Home.

Video: „Ballie" von Samsung

Flinker Pizza-Roboter

Eine „Diavolo“ oder „Margherita“ gefällig? Selbst 300 Anfragen pro Stunde sind für den Hitech-Pizzabäcker des US-Start-ups Picnic kein Problem. In wenigen Sekunden ist der Teig ausgerollt, mit den Wunschzutaten belegt und in den angrenzenden Ofen verfrachtet. Der noch unbenannte Roboter ist vor allem für den Einsatz in Catering-Unternehmen und Restaurants ausgerichtet.
 

Tragende Rolle

Um mehr Komfort am stillen Örtchen bemüht sich das Charmin GoLab von P&G (Procter & Gamble). Laut einer aktuellen Umfrage des Herstellers bemerken mehr als die Hälfte der Menschen fehlendes Klopapier auf der Toilette erst, wenn es bereits zu spät ist. Hier sorgt der „RollBot", der wie ein Bär aussieht und per Smartphone zu Hilfe gerufen werden kann, für Erste Hilfe und transportiert die rettende Rolle zur Toilette. 

Der „RollBot" von Charmin GoLab.
Foto: Charmin GoLab

Pflegeleichtes Haustier

Ein Hingucker auf der diesjährigen Messe ist definitiv die „MarsCat“ von Elephant Robotics. Die autonome Samtpfote wurde mit zahlreichen Sensoren ausgestattet und kann sowohl hören, wenn man mit ihr spricht, als auch das Streicheln fühlen. Sogar spielen kann man mit dem digitalen Stubentiger. Wenn man dem Alltag mit der „MarsCat“ überdrüssig geworden ist, programmiert man sie einfach neu. 

Alltag als Erlebnis

Nicht nur Roboter sollen in Zukunft unser intelligentes Zuhause bereichern, viele Anwendungen mit KI (künstlicher Intelligenz) sorgen für mehr Spaß und Komfort bei Alltagstätigkeiten. So hört im Duschkopf „Moxie“ vom US-Hersteller Kohler Sprachassistentin Alexa aufmerksam zu und spielt die Wunschmusik über die eingebauten Harman-Kardon-Lautsprecher ab. Eine virtuelle Sonnenblende von Bosch blendet das Sonnenlicht überall dort aus, wo es stört – wie beispielsweise beim Autofahren.

Smarte Sonnenblende von Bosch.
Foto: Bosch

Schlaue Küche

Für die Küche hat LG einige spannende Anwendungen gezeigt, wie etwa das Backrohr „InstaView ThinQ“, bei dem man nur an die Tür des Ofens klopfen muss, um das Licht anzuschalten und einen Blick ins Backrohr zu erhaschen. Im Mittelpunkt der smarten Küche steht jedoch nach wie vor der Kühlschrank, der viel mehr Aufgaben abwickelt, als nur Lebensmittel auf Temperatur zu halten. Er übernimmt die Vorratsplanung, liefert Menüvorschläge und dient als Messsage-Board oder Fernseher für die Familie. Bei Samsung lässt sich das Gerät sogar als Hub für viele Smart-Home-Geräte einrichten.

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