Camping-Checkliste: Welches Zelt passt zu mir?

Größe, Zeltart, Wassersäule und andere Features: Vor dem Zeltkauf stellen sich viele Fragen. Mit unserer Fünf-Punkte-Checkliste finden Sie heraus, welches Zelt zu welchen Camping-Bedürfnissen passt.

Zelten
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Unterschiedliche Bedürfnisse

Zelte gibt es in einer Vielzahl an Ausführungen und Größen, in unterschiedlichsten Materialien und Bauarten. Mit dieser Checkliste finden alle das für sie und ihre Bedürfnisse passende Camping-Utensil.

1. Größe

Nicht die Form und die Außenmaße eines Zelts spielen bei diesem Kriterium eine Rolle, sondern vor allem die Frage: Wie viele Personen sollen darin schlafen können? Grundsätzlich wird der Raum pro Camper so gerechnet, dass dieser mit einem herkömmlichen Schlafsack gerade ausreichend liegend Platz findet.

Wer also etwas mehr Bewegungsfreiheit möchte, sollte lieber ein etwas größeres Zelt wählen. Beispiel: Sie suchen ein Zwei-Personen-Zelt. Sie können zu einem Produkt für zwei Personen greifen oder wählen ein 3-Mann-Zelt.

Zwei-Personen-Zelt
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2. Lüftungsschlitze

Jedes Zelt sollte am „Dach“ oder bei den seitlichen Eingängen über sogenannte Lüfter bzw. Lüftungsschlitze verfügen. So kann sich über Nacht kein Kondenswasser am Innenzelt anlegen und es wird auch an sonnigen, heißen Tagen bzw. Nächten nicht zu warm im Inneren. Wer in tropische Gebiete reisen möchte, muss besonders auf die Möglichkeiten zum Lüften bei geschlossenen Moskitonetzen achten.

Wassersäule
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3. Wassersäule

Die sogenannte Wassersäule ist ebenfalls wichtig, denn sie gibt an, wie lange das Material Regen und Nässe draußen hält. Der Wert in Millilitern stellt die Belastungsgrenze dar, bei der ein Material durchlässig wird. In gemäßigten Gebieten reicht in der Regel eine Wassersäule von 5.000 Milliliter, für regnerische Gegenden sollte sie bei ca. 8.000 Milliliter liegen.

Unser Tipp: Wichtig für einen guten Regenschutz ist vor allem die Wassersäule des Zeltbodens und verschweißte Zeltnähte.

Zeltarten
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4. Zeltart

Je nachdem, was Benutzer mit ihrem Zelt vorhaben, gibt es unterschiedliche Zeltarten, die sich entsprechend auch für verschiedene Einsatzgebiete besser eignen:

Kuppelzelte lassen sich bereits mit wenigen Heringen stabil aufstellen und sind deshalb gut geeignet, wenn ein rascher Auf- und Abbau gefragt ist, z. B. fürs Festival oder bei Trekkingtouren.

Camping im Winter
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Tunnelzelte sind etwas langwieriger im Aufbau, aber ideal für windige Gegenden, da sie dank ihres Äußeren so aufgestellt werden können, dass sie wenig Windwiderstand bieten. Außerdem verfügen sie meist über zusätzliche Sturmleinen, mit welchen sie fest im Boden verankert werden können.

Ein Wurf- oder Pop-up-Zelt ist im Aufbau am einfachsten: Aus der Verpackung nehmen, werfen und schon „baut es sich selbst auf“. Durch das integrierte Fiberglasgestänge lässt es sich klein zusammenfalten und ist leicht zu transportieren. Es eignet sich für alle Situationen gut, außer für extreme Wetterbedingungen, da es aufgrund seiner Leichtigkeit etwas an Stabilität einbüßt.  

Campen
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5. Apsiden & Abdunklung

Vorräume (meist Apsiden genannt) sind ein wichtiges Plus für alle, die mit ihrem Zelt Campen, Wandern oder auch Trekken gehen wollen. In diesem kleinen Verschlag beim Eingang finden z. B. die Wanderschuhe und der Rucksack ausreichend wettergeschützten Stauraum, ohne mit ins Zeltinnere zu müssen.

Blackout“ oder „Nachtschwarz“ nennen viele Hersteller eine im Material integrierte Abdunklung des Innenzelts bzw. des Schlafbereichs. Das ist besonders praktisch, wenn man damit auf Festivals fahren möchte oder in Gegenden reist, in welchen es auch nachts hell ist, z. B. im nordischen Sommer.

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