Buntes Vinyl: Farbe trifft Sound

Nicht alle Schallplatten sind schwarz: Immer wieder werden Alben in anderen Farben aufgelegt. Doch wie kommt das Vinyl zu seiner Farbe? Und wie lange gibt es bereits bunte Platten?

Buntes Vinyl: Farbe trifft Sound.
Foto: GregChristman/iStock

Bereits in den 1940er-Jahren kamen die ersten Schallplatten auf den Markt, die nicht die charakteristische schwarze Farbe hatten. Ob einfärbig oder und in diversen Schattierungen und Mustern – so richtig startete das bunte Vinyl in den 1970er-Jahren durch. Damals waren die farbenprächtigen Tonträger zwischenzeitlich so populär, dass sie teilweise sogar die Farbe Schwarz als Standard verdrängten.

Die Tonqualität bunter Schallplatten ist genauso hoch wie die von schwarzem Vinyl.
Foto: CasarsaGuru/iStock

Die Farbe macht den Unterschied

Doch wie werden Schallplatten eingefärbt? Bei schwarzem Vinyl wird extrem feiner Ruß dem Kunststoff als Färbemittel beigesetzt. Bunte Platten haben hingegen farbloses Vinyl als Basis, das in weiterer Folge mit einem Pulver in der gewünschten Farbe eingefärbt wird. Bei der Pressung verhält sich das bunte Vinyl geringfügig anders als das Schwarze: Da das Farbpulver nicht ganz so fein in die Rillen läuft wie der schwarze Ruß, wird das „Coloured Vinyl“ mit weniger Druck gepresst. 

Gleiche Qualität

Farbige Platten kämpften deshalb früher mit dem Ruf, deutlich höheres Grundrauschen und eine höhere Tendenz zum Knistern zu zeigen. Durch die stetig steigende Qualität der verwendeten Farbkonzentrate ist die Tonqualität bunter Schallplatten aber genauso hoch wie die von schwarzem Vinyl.

Play / Sound