„Battlefield 1“: Kein Grabenkrieg

Der neueste Teil der „Battlefield“-Reihe bricht mit Genre-Konventionen. Statt futuristischem Geballere oder der hundertsten Neuauflage des zweiten Weltkrieges holt sich „Battlefield 1“ Inspiration aus dem ersten Weltkrieg.

Auch in der Luft wird gekämpft
Foto: EA

Viele Einzelteile

Auch im Einzelspieler-Modus geht „Battlefield 1“ neue Wege. Anstatt eine epische Geschichte über einen unverwundbar scheinenden Supersoldaten zu erzählen, beschreitet man realistischere Pfade. Die Kampagne ist in kleine Kurzgeschichten aufgeteilt, die jeweils das Schicksal eines normalen Soldaten an einem der Kriegsschauplätze erzählt. Einmal spielt man den Grünschnabel, der zum ersten Mal in einem Panzer sitzt, einmal einen talentierten Kampfpiloten, der an der Westfront kämpft. Alles in allem offeriert „Battlefield 1“ Geschichten, die menschlich sind und nicht in Kriegsglorifizierung ertränkt werden.

Screenshot aus Battlefield 1
Foto: EA

Fokus

Das Wichtigste für die meisten Spieler ist allerdings der Multiplayer-Modus: Das ist die Seite von „Battlefield“, welche die Serie großgemacht hat, und auch hier brilliert der neue Ego-Shooter. Man hat sich darauf konzentriert, die altbekannte Formel auf Hochglanz zu polieren, was sich auch im Gameplay bemerkbar macht. Der Mehrspieler des Games ist wohl einer der befriedigendsten und spaßigsten seit langem. Das neue Setting lässt auch einen frischen Wind durch die Serie wehen, den „Battlefield“ auch durchaus nötig hatte.

Screenshot aus "Battlefield 1"
Foto: EA

Fazit

„Battlefield 1“ gehört wohl zu den besten Teilen der Reihe. Der Multiplayer-Modus verbindet das bekannte Erfolgsrezept mit neuer Technologie. Die Einzelspieler-Kampagne weiß durch emotionale Momente zu Fesseln und muss sich nicht dumpf auf Explosionen und Massenschlachten verlassen, um auf sich aufmerksam zu machen. „Battlefield 1“ wird sowohl Serien-Veteranen überzeugen können, als auch neue Fans in den Bann der Reihe ziehen.

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