5 Tipps für das Fotografieren im Frühling

Die steigenden Temperaturen laden dazu ein, das Erwachen der Natur aus nächster Nähe zu bewundern – und wie könnte so etwas besser gelingen als bei einem frühlinghaften Fotowalk? Wir haben die besten Tipps zum Fotografieren im Frühling.

5 Tipps für das Fotografieren im Frühling
Bild: iStock / MichaelSvoboda

1. Packliste

Top ausgerüstet startet man einen Fotowalk mit einer hochwertigen Kamera mit austauschbaren Objektiven und einem schwenkbaren Display. So ist man auf die unterschiedlichsten Situationen vorbereitet und kann sich allen Gegebenheiten gut anpassen. Close-Up-Aufnahmen aus kurzer Distanz gelingen am besten mit einem lichtstarken Makro-Objektiv. Für den Schnappschuss einer blühenden Wiese greift man hingegen zu einem Weitwinkelobjektiv. Ein kleines Stativ oder alternativ ein Kirschkernkissen helfen, die Kamera auch in Bodennähe ruhig und stabil zu halten, um scharfe Bilder zu gewährleisten. Mit einer Duschhaube schützt man die Kamera vor einem unerwarteten Regenschauer. Ersatzakkus und eine große Speicherkarte sollte man ebenfalls unbedingt einpacken.

Ein Stativ sorgt für scharfe Bilder.
Bild: iStock / Avalon_Studio

2. Motivwahl

Wenn Blüten wieder in allerlei Farbe erstrahlen, Wiesen in den Morgenstunden noch mit Nebel überzogen und Tau bedeckt sind und Insekten wieder ihre Kreise ziehen, bietet die Natur im Frühling allerhand großartige Fotografie-Möglichkeiten. Profis tragen sich Blütezeiten ihrer Lieblingsblumen im Kalender ein, um keine Gelegenheit für einen Schnappschuss zu verpassen. Magnolie, Schneeglöckchen, Tulpe, Krokus oder Bärlauch blühen beispielsweise ab März, während Apfel und Kirsche im April beginnen ihre Knospen zu entfalten. 

Im Frühling fotografiert man alles, was blüht.
Bild: iStock / wingmar

3. Tageszeit

Allgemein gilt: Zur „Goldenen Stunde“ kurz vor Sonnenuntergang sowie zur „Blauen Stunde“ kurz vor Sonnenaufgang finden Sie das ganze Jahr über ideale Lichtbedingungen für schöne Aufnahmen. Da im Frühling die Sonne jedoch noch flach am Himmel steht, was für weichere Schatten sorgt, finden Sie in dieser Jahreszeit nahezu den ganzen Tag eine schöne Lichtstimmung vor. Dennoch werden Frühaufsteher mit etwas Glück mit von Tau bedeckten Wiesen bzw. Spinnennetzen und von Nebel überzogenen Wiesen belohnt. 

Die tiefstehende Sonne sorgt für tolle Bilder.
Bild: iStock / borchee

4. Perspektiven

Besonders tolle Aufnahmen entstehen, wenn man bereit ist, etwas Neues auszuprobieren. Wechseln Sie daher ruhig öfter die Perspektive und fotografieren Tulpenfelder ausnahmsweise von unten. Mit einem Makroobjektiv können Sie besonders nah an Narbe und Griffel einer Blüte herangehen und sogar den Pollen am Bein einer Biene einfangen. Achten Sie dabei darauf, das Stativ griffbereit zu haben, damit die Aufnahmen nicht unscharf werden. Möchten Sie den Hintergrund verschwimmen lassen und das Motiv noch weiter in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken, arbeiten Sie am besten mit einer offenen Blende (z.B. mit Werten von f2.8 oder f3.2).

Gehen Sie ganz nah ran.
Bild: iStock / swkunst

5. Bildausschnitt

Wer etwas genauer darauf achtet, wie ein Foto aufgebaut wird, schafft es mit wenigen Tricks seinen Aufnahmen besondere Wirkung zu verleihen. Machen Sie sich also idealerweise schon im Vorhinein Gedanken darüber, welche Motive sich für Hoch- bzw. Querformat eignen und ob Sie den Hintergrund mit auf das Bild nehmen möchten. Falls dieser nicht vollkommen unscharf dargestellt wird, sollten Sie außerdem darauf achten, dass keine welken Blätter oder andere Überbleibsel des Winters zu erkennen sind. Das Motto des Frühlings ist bunt! Abschließend noch ein Tipp zur Bildgestaltung: Bei der so genannten „Drittel-Regel“ wird die Aufnahme in neun gleich große Teile gegliedert. Ein entsprechendes Raster aktivieren Sie im Menü der Kamera. Befindet sich das Motiv an einem der vier Schnittpunkte der Linien, entsteht eine angenehm künstlerische Wirkung. 

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