07.09.2018 von: Saturn Tech News Redaktion

5 Gründe für Schallplatten

Jeder Vinyl-Liebhaber hat seinen eigenen Grund, warum er Musik von den kultigen, schwarzen Scheiben abspielt. Hier sind 5 Argumente, die für Schallplatten sprechen.

5 Gründe, die für Schallplatten sprechen.
Foto: Content Creation GmbH

1. Der Klang

Die Frage, ob Vinyl wirklich besser klingt, entzweit die Welt der Musikliebhaber. Zahlreiche audiophile Menschen schwören auf den warmen, natürlichen Klang von Schallplatten und ziehen dieses Medium den allgegenwärtigen CDs oder Streaming-Diensten vor. Das liegt vor allem daran, dass digitale Musik fast ausschließlich in komprimierter Form angeboten wird: „Überflüssige“ Toninformationen fallen weg und die Musikdateien schrumpfen um ein Vielfaches – leider auch im Klang, so die Kritiker. Plus: Die kleinen Kratzer in den Rillen verleihen der Schallplatte das charakteristische, sympathische Knistern. 

5 Gründe, die für Schallplatten sprechen.
Foto: Matthieu Photoglovsky/iStock

2. Die Haptik

Beide Hände müssen in Aktion treten, um das schwarze Gold aus dem Cover und der Innenhülle zu holen. Vorsichtiges Handling ist selbstverständlich, schließlich gilt es Kratzer zu vermeiden. Doch gerade diese Aufmerksamkeit, die man Vinyl zukommen lassen muss, macht den Reiz dieses Mediums aus, das lieblose Berührungen mit Kratzern und Knacklauten bestraft. Zudem: Unter optimalen Bedingungen sind LPs praktisch unbegrenzt haltbar. Für eine besonders stabile und angenehme Haptik sorgen „extra schwere“ 180-g-LPs, das heißt die Scheibe wurde aus 180 Gramm Rohmaterial gepresst. 

5 Gründe, die für Schallplatten sprechen.
Foto: cometary/iStock

3. Die Entschleunigung

Für viele Musikliebhaber bedeutet der Akt des Aussuchens, Auflegens und Abspielens einer Schallplatte die Abkehr vom Alltag und das kompromisslose Hinwenden zur Musik. Während Radio, Streaming-Dienste und CDs oft neben der Arbeit oder unterwegs genossen werden, steht die Schallplatte für den bewussten Rückzug in die eigenen vier Wände. Die Hektik des Alltags macht vor der Zimmertüre Halt, und die Konzentration gilt einzig und allein der Musik.

https://www.saturn.at/de/category/_vinyl-618015.html
Foto: Paul Bradbury/iStock

4. Die Stückzahlen

Vinyl erlebt bereits seit mehreren Jahren einen wahren Boom: Ein Bericht des „Verbandes der österreichischen Musikwirtschaft“ listet für das Jahr 2016 rund 300.000 verkaufte Schallplatten. Dieser Wert wurde zuletzt im Jahr 1993 erzielt. Wer Vinyl sammelt, hat sich schon mit den „Kennzahlen" seiner Lieblingsplatten vertraut gemacht. Viele Editionen kommen nur in limitierten Stückzahlen auf den Markt und entpuppen sich mitunter als wertvolle Raritäten. Vorausgesetzt, die Scheiben weisen wenig bis keine Gebrauchsspuren auf, was unter Liebhabern als „Mint-Condition“ (dt. neuwertig) bezeichnet wird. 

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Foto: crisserbug/iStock

5. Das Artwork

Mit den Gardemaßen von 31,5 x 31,5 cm bestechen das Plattencover und das darauf abgebildete Artwork durch ihre schiere Größe. Ursprünglich als zweckmäßiger Schutz der empfindlichen Vinylscheibe gedacht, hat sich das Cover und die darauf abgebildete Information rasch zur eigenen Kunstform gemausert. Geriffelter Karton, Prägungen, Cut-Outs: Ungewöhnliche Stilelemente erhöhen den Wiedererkennungswert des Artworks, wie beispielsweise der Reißverschluss am Cover der Rolling-Stones-LP „Sticky Fingers“. 

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