3 Foto-Tipps für die Systemkamera

Ein Hund, der im Sprung den Ball schnappt. Ein Läufer, der als erster durchs Ziel kommt. Ein Kind, das ins kühle Nass springt: Bilder, die einen Moment einfrieren und festhalten, sorgen immer für Begeisterung bei den Betrachtern. Aber wie funktionieren diese Aufnahmen? Wir zeigen Ihnen einige Tipps, die Sie zum Profi-Actionfotografen machen.

Drei einfache Techniken für ausdrucksstarke Actionfotos.
Foto: Content Creation Gmbh, Carmelka/GibsonPictures/warrengoldswain/iStock

Um ausdrucksstarke Bilder zu erstellen, sind eine solide Kamera-Ausrüstung – zum Beispiel eine hochwertige Systemkamera mit Stativ – und eine Prise Geduld für den Fotografen unerlässlich. Es gibt drei unterschiedliche Methoden, wie Sie das Beste aus Ihren Actionaufnahmen rausholen können.

Einfrieren

Stellen Sie ihre Systemkamera im TV (Blendenautomatik-Modus), mit einer kurzen Belichtungszeit ein. Im Bereich 1/500 bis 1/1000 Sekunde frieren Sie die Bewegung ein. Die Blende wird automatisch zu der gewünschten Zeit gewählt. Um ja keinen Moment zu verpassen, empfiehlt es sich, statt auf Einzelaufnahmen auf Serienbilder umzuschalten. Lassen Sie den Auslöser gedrückt und sortieren Sie nachher die unbrauchbaren Aufnahmen aus. Diese Technik eignet sich für detailreiche Motive, zum Beispiel für Regentropfen oder für einen herumtollenden Hund.

Stellen Sie den Auslöser auf Serienaufnahmen, damit sie keinen Moment verpassen.
Stellen Sie den Auslöser auf Serienaufnahmen, damit sie keinen Moment verpassen. Foto: Carmelka/iStock

Verwischen

Interessante Effekte erzielt man mit einer langen Belichtungszeit im Bereich von 1/10 bis 1/90 Sekunde, dadurch verwischt das Hauptmotiv. Diese langen Aufnahmezeiten erfordern, dass die Kamera auf einem Stativ fixiert wird, um verwackelte Bilder zu vermeiden. Um schnelles Auslösen zu gewährleisten, stellt man den Autofokus auf manuell ein. Die „Verwischen“-Technik ist leicht anzuwenden. Sie lebt vom Kontrast und der Unschärfe des Motivs zur scharf dargestellten Umgebung. Ideal bei U-Bahnen, Straßenbahnen, Autos etc.

Bei langen Belichtungszeiten werden bewegte Objekte unscharf abgebildet.
Bei langen Belichtungszeiten werden bewegte Objekte unscharf abgebildet. Foto: Dieter Meyrl/iStock

Mitziehen

Um eine dynamische Aufnahme mit Bewegungsunschärfe zu erwirken, sollten Sie die Zeit auf 1/60, 1/80 oder 1/125 einstellen. Das „Mitziehen“ mit der Kamera erfordert allerdings ein wenig Übung. Befestigen Sie daher die Kamera auf einem Stativ mit einem Kugelkopf. Rückt das Motiv in Ihren gewählten Ausschnitt, bewegen Sie die Kamera parallel zum vorbeirauschendem Objekt mit. Es empfiehlt sich auch hier den Auslöser in den Serienaufnahmen-Modus einzustellen. Einsatzgebiet für den „Mitzieh“-Effekt sind Paraden sowie Rad- oder Autorennen.

Bei Fußgängern empfiehlt sich eine Belichtungszeit von einer 1/4 Sekunde, bei Joggern eine 1/8 Sekunde und bei einem Auto 1/30 Sekunde.
Bei Fußgängern empfiehlt sich eine Belichtungszeit von einer 1/4 Sekunde, bei Joggern eine 1/8 Sekunde und bei einem Auto 1/30 Sekunde. Foto: GibsonPictures/iStock
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