„10 Cloverfield Lane“: Zittern im Bunker

Der geistige Nachfolger des Überraschungshits „Cloverfield“ hat höchstens den Namen mit seinem Vorgänger gemein. Regisseur Dan Trachtenberg setzt auf beklemmende Psychospielchen.

Howard, Michelle und Emmett voller Angst.
Foto: Paramount Pictures

Aufregende Kameraführung im „Found-Footage“-Stil, die Straßen New Yorks und das Geheimnis rund um das Monster haben den Action-Horrorfilm „Cloverfield“ berühmt gemacht. Sein Nachfolger, der nun auf DVD und Blu-ray erschienen ist, setzt auf eine ganz andere Formel.

Freund oder Feind?

Nach einem Autounfall wacht Michelle – gespielt von Mary Elizabeth Winstead – gefesselt an einem unbekannten Ort auf. Dort trifft Sie auf den, von John Goodman gespielten, Howard, der sie in seinem Bunker angekettet hat. Die Außenwelt sei durch einen chemischen Angriff völlig zerstört worden und unbewohnbar, so Howard. Er habe Michelle aus dem Auto gerettet und in den Bunker gebracht. Getrieben von Verschwörungstheorien und Paranoia hat sich Howard sein eigenes, sicheres Reich unter der Erde geschaffen.

Was folgt, sind 103 Minuten Hochspannung, die – speziell im ersten Teil des Films – nicht nur durch Special-Effects und aufwendige Kampfszenen entsteht. Vor allem die Interaktion zwischen den Figuren und die beinahe klaustrophobische Grundstimmung des Films tragen zum Horror bei. Die Szenen in der „Gefängniszelle“ Michelles erinnern dabei zum Teil stark an den ersten Film der „SAW“-Reihe. Ohne viel verraten zu wollen, wird der Film im zweiten Teil schneller, actionreicher und erinnert stärker an den Vorgänger.

Gelungener Start

Für Regie-Debütant Dan Trachtenberg war der Film ein erfolgreicher Einstieg in die glamouröse Filmwelt Hollywoods. Der Streifen, der in der Produktion 15 Millionen Dollar verschlang, hat weltweit über 170 Millionen US-Dollar eingespielt. Profitiert hat der Film auch vom Mitwirken J. J. Abrams‘ als Co-Produzent des Thrillers.

Die Blu-ray gibt es im Saturn-Shop!

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